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Der Weg › Teil 2 › Hiskia, Jesaja und Micha

Schritt 11 von 28 · Hiskia, Jesaja und Micha

Hiskia vertraut Gott

2. Könige 18–20

Ganze Bibel: Schritt 330 von 790

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Lies jetzt: 2. Könige 18–20

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2 Erklärung

Er vertraute dem HERRN

Nach dem bösen König Ahas kommt sein Sohn Hiskia. „Er vertraute dem HERRN, dem Gott Israels, so daß unter allen Königen von Juda keiner seinesgleichen war“.

Er zerstört sogar die eherne Schlange, die Mose gemacht hatte (4. Mose 21,9), „denn bis zu dieser Zeit hatten die Kinder Israel ihr geräuchert“. Etwas, das Gott einmal zur Heilung gebraucht hatte, war zum Götzen geworden. Hiskia nennt sie verächtlich «Nechuschtan», ein Stück Bronze.

Ein Brief vor Gott ausgebreitet

Der assyrische König Sanherib erobert die Städte Judas und schickt seinen Feldherrn nach Jerusalem. Er spottet laut vor der Mauer: Kein Gott hat die anderen Völker gerettet, deiner auch nicht. Dann schickt er einen Drohbrief.

Hiskia nimmt den Brief, geht in den Tempel „und breitete ihn aus vor dem HERRN“. Er betet: „du allein bist der Gott über alle Königreiche der Erde!“

In der Nacht „da ging der Engel des HERRN aus und erschlug im Lager der Assyrer 185000 Mann“. Sanherib zieht ab und wird später in seinem eigenen Tempel ermordet. Der Gott der Hebräer hatte über den stolzen Assyrer gesiegt.

Ellen G. White

The God of the Hebrews had prevailed over the proud Assyrian.
Prophets and Kings, S. 361

Zusammenfassung: Der Gott der Hebräer hatte über den stolzen Assyrer gesiegt.

Wissenswert: Sanherib erzählt es anders

In Sanheribs eigenen Inschriften (auf dem sogenannten ) rühmt er sich, 46 Städte Judas erobert und Hiskia in Jerusalem eingeschlossen zu haben «wie einen Vogel im Käfig». Auffällig: Er behauptet nicht, Jerusalem erobert zu haben. Assyrische Könige erwähnten Niederlagen nie.

Im Palast von Ninive zeigten riesige die Eroberung der Stadt Lachisch in Juda. Sie stehen heute im Britischen Museum. Die Belagerung Jerusalems ist dort nicht abgebildet. Was in der Nacht im Lager geschah, berichtet nur die Bibel.

Fünfzehn Jahre mehr

Hiskia wird todkrank. Jesaja sagt: Ordne dein Haus, du wirst sterben. Hiskia dreht sich zur Wand und weint. Bevor Jesaja den Palasthof verlassen hat, schickt Gott ihn zurück: „Ich habe dein Gebet erhört und deine Tränen angesehen.“ Fünfzehn Jahre mehr.

Als Zeichen geht der Schatten an der Sonnenuhr des Ahas zehn Stufen zurück (2. Könige 20,9–11).

Wissenswert: Hiskias Tunnel

Die Bibel erwähnt, „wie er den Teich und die Wasserleitung gemacht, womit er Wasser in die Stadt geleitet hat“. Diesen kann man in Jerusalem bis heute durchwaten: über 500 Meter durch den Fels, von der Gihonquelle bis zum Teich Siloah. Im Jahr 1880 entdeckte ein Junge beim Spielen im Tunnel eine in der Felswand. Darin wird beschrieben, wie zwei Arbeitertrupps von beiden Seiten aufeinander zu gruben, bis sie die Stimmen der anderen hörten und sich in der Mitte trafen.

1880 fand man darin eine Inschrift, die erzählt, wie zwei Arbeitergruppen von beiden Seiten gruben und sich in der Mitte trafen. Die Inschrift nennt keinen König, aber die meisten Forscher verbinden den Tunnel mit Hiskia. Und 2015 fanden Archäologen in Jerusalem einen Siegelabdruck mit dem Namen «Hiskia, Sohn des Ahas, König von Juda».

Die Gesandten aus Babel

Gesandte aus Babylon gratulieren zur Genesung. Hiskia zeigt ihnen stolz alle seine Schätze. Der Besuch war eine Prüfung seiner Dankbarkeit. Er hätte von Gottes Wunder erzählen können. Stattdessen zeigte er seinen Reichtum.

Jesaja kündigt an: Alles wird nach Babel weggeführt werden (2. Könige 20,17). Und Ellen G. White zieht die Lehre: Wir sollten viel mehr von den kostbaren Erfahrungen mit Gottes Gnade erzählen.

Ellen G. White

The visit of the ambassadors to Hezekiah was a test of his gratitude and devotion.
Prophets and Kings, S. 346

Zusammenfassung: Der Besuch der Gesandten bei Hiskia war eine Prüfung seiner Dankbarkeit und Hingabe.

Ellen G. White

Far more than we do, we need to speak of the precious chapters in our experience, of the mercy and loving-kindness of God
Prophets and Kings, S. 347

Zusammenfassung: Viel mehr, als wir es tun, sollten wir von den kostbaren Kapiteln unserer Erfahrung sprechen, von der Barmherzigkeit und Güte Gottes.

Ein Gerücht: Der «verlorene Tag»

Im Internet kursiert seit Jahrzehnten die Geschichte, Computer der NASA hätten bei Berechnungen der Planetenbahnen einen «verlorenen Tag» gefunden, der zu Josuas Sonnenwunder und Hiskias Zeichen passe. Diese Geschichte ist nicht wahr. Die NASA hat sie ausdrücklich zurückgewiesen, und mit Planetenbahnen lässt sich so etwas gar nicht feststellen.

Wir brauchen solche Gerüchte nicht. Die Bibel berichtet das Zeichen als Wunder Gottes, und wir glauben es, weil wir Gott vertrauen, nicht wegen erfundener Beweise.

Für dich

Hiskia breitete den Drohbrief vor Gott aus. Was liegt dir gerade schwer auf dem Herzen, das du heute vor Gott „ausbreiten“ kannst?

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