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Der Weg › Teil 4 › Die zweite Missionsreise

Schritt 1 von 14 · Die zweite Missionsreise

Die Versammlung in Jerusalem

Apostelgeschichte 15,1–35

Ganze Bibel: Schritt 646 von 792

Hintergrund

In Antiochia gibt es Streit. Leute aus Judäa lehren: „Wenn ihr euch nicht nach dem Gebrauche Moses beschneiden lasset, so könnt ihr nicht gerettet werden!“ Die Gemeinde schickt Paulus und Barnabas nach Jerusalem, damit die Apostel und Ältesten die Frage gemeinsam klären.

Es ist eine der wichtigsten Versammlungen der ganzen Kirchengeschichte. Man nennt sie oft das Apostelkonzil.

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Lies jetzt: Apostelgeschichte 15,1–35

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2 Erklärung

Petrus erinnert sich

Nach langem Streit steht Petrus auf. Er erinnert an Kornelius: Gott hat den Heiden den Heiligen Geist gegeben, „gleich wie uns“, „und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen, nachdem er durch den Glauben ihre Herzen gereinigt hatte.“

Warum also den neuen Gläubigen „ein Joch auf den Nacken“ legen, das niemand tragen konnte? „Denn durch die Gnade des Herrn Jesus Christus glauben wir gerettet zu werden, auf gleiche Weise wie jene.“

Ellen G. White

This yoke was not the law of Ten Commandments, as some who oppose the binding claims of the law assert; Peter here referred to the law of ceremonies, which was made null and void by the crucifixion of Christ.
The Acts of the Apostles, S. 194

Zusammenfassung: Dieses Joch war nicht das Gesetz der Zehn Gebote, wie manche behaupten; Petrus meinte das Gesetz der Zeremonien, das durch die Kreuzigung Christi seine Gültigkeit verloren hatte.

Jakobus fasst zusammen

Paulus und Barnabas erzählen von den Wundern unter den Heiden. Dann spricht Jakobus, der Bruder Jesu, dessen Brief du gerade gelesen hast. Er zeigt, dass schon die Propheten angekündigt hatten, dass Menschen aus allen Völkern den Herrn suchen werden (Amos 9,11–12).

Sein Vorschlag: Die Gläubigen aus den Heiden sollen nicht beschnitten werden. Sie sollen sich nur „von der Verunreinigung durch die Götzen, von der Unzucht, vom Erstickten und vom Blut“ fernhalten.

Diese vier Punkte waren nicht zufällig gewählt. Viele Heiden assen Fleisch, das Götzen geopfert worden war, und gebrauchten Blut als Nahrung. Für Juden war das ein Gräuel (3. Mose 17,10–14). So konnten Juden und Heiden wieder an einem Tisch essen.

Ellen G. White

The Jews regarded it as sinful to use blood as an article of diet.
The Acts of the Apostles, S. 191

Zusammenfassung: Die Juden hielten es für Sünde, Blut als Nahrungsmittel zu gebrauchen.

Dem Heiligen Geist und uns

Die Versammlung schreibt einen Brief an die Gemeinden. Darin steht der schöne Satz: „Es hat nämlich dem heiligen Geist und uns gefallen, euch keine weitere Last aufzulegen“. Die Entscheidung kam nicht durch einen Machtspruch, sondern durch Gebet, Erfahrung und Gottes Wort.

In Antiochia wird der Brief vorgelesen, „freuten sie sich über den Trost“.

Für dich

Auch heute gibt es in Gemeinden Streit. Die erste Gemeinde zeigt, wie man ihn löst: zusammenkommen, zuhören, auf Gottes Wort und den Geist achten.

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