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Der Weg › Teil 1 › Wie alles begann

Schritt 7 von 7 · Wie alles begann

Die Folgen und die erste Verheissung

1. Mose 3,14–24

Ganze Bibel: Schritt 7 von 792

Hintergrund

Dieser Abschnitt ist einer der wichtigsten der ganzen Bibel. Hier kommt der Tod in die Welt. Und hier verspricht Gott zum ersten Mal einen Retter. Wer versteht, warum der Tod kam, versteht später auch, warum es Opfer gab und warum Jesus sterben musste.

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Lies jetzt: 1. Mose 3,14–24

Lies zuerst den Bibeltext. Die Erklärung steht gleich danebendarunter.

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2 Erklärung

Die erste gute Nachricht

Bevor Gott Adam und Eva sagt, welche Folgen ihre Sünde hat, spricht er zur Schlange. Und mitten in diesem Urteil steckt ein Versprechen: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen“.

Ein Nachkomme der Frau wird Satan besiegen. Er wird dabei verletzt (an der Ferse), aber Satan wird tödlich getroffen (am Kopf). Das ist die erste Verheissung des Erlösers in der Bibel. Erfüllt hat sie Jesus: Er wurde von einer Frau geboren (Gal 4,4) und hat durch seinen Tod den Teufel entmachtet (Hebr 2,14).

Adam und Eva hörten dieses Versprechen, bevor sie von der Mühe und vom Tod hörten. Gott gab ihnen zuerst Hoffnung.

Ellen G. White

This sentence, uttered in the hearing of our first parents, was to them a promise.
Patriarchs and Prophets, S. 65–66

Zusammenfassung: Dieses Urteil, das unsere ersten Eltern mit anhörten, war für sie ein Versprechen.

Der Plan zur Rettung

Der Plan, die Menschen zu retten, war nicht eine Notlösung. Gott hatte ihn schon vor der Schöpfung bereit. Die Bibel spricht vom Lamm, das „geschlachtet ist, von Grundlegung der Welt an“, und meint damit Jesus.

Ellen G. White beschreibt, wie der ganze Himmel nach dem Sündenfall trauerte. Die Engel boten sogar an, sich selbst für die Menschen zu opfern. Aber das Leben eines Engels reichte nicht aus. Nur der, der den Menschen geschaffen hatte, konnte ihn auch erlösen. Wie wir im ersten Schritt gesehen haben, hat Gott, der Vater, alles durch seinen Sohn geschaffen (Joh 1,3; Kol 1,16). Darum konnte nur Jesus, der Sohn Gottes, die Menschen erlösen. Er ist kein Engel, sondern selbst Gott.

„Denn Gott hat die Welt so geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe“.

Ellen G. White

The plan of salvation had been laid before the creation of the earth
Patriarchs and Prophets, S. 63

Zusammenfassung: Der Rettungsplan war schon vor der Erschaffung der Erde gefasst.

Ellen G. White

The angels prostrated themselves at the feet of their Commander and offered to become a sacrifice for man. But an angel’s life could not pay the debt; only He who created man had power to redeem him.
Patriarchs and Prophets, S. 64–65

Zusammenfassung: Die Engel warfen sich vor Christus nieder und boten an, selbst ein Opfer für den Menschen zu werden. Aber das Leben eines Engels konnte die Schuld nicht bezahlen; nur der, der den Menschen erschaffen hatte, konnte ihn erlösen.

Was ist der Tod?

Gott sagt zu Adam: „du bist Staub und kehrst wieder zum Staub zurück!“ Der Mensch war aus Staub gemacht, und Gott hatte ihm den Lebensatem gegeben (1. Mose 2,7). Beim Tod geschieht das Umgekehrte: Der Körper wird wieder zu Erde.

Die Bibel vergleicht den Tod mit einem tiefen Schlaf. Die Toten „wissen gar nichts“. Jesus sagt über seinen toten Freund: „Unser Freund Lazarus ist entschlafen; aber ich gehe hin, um ihn aus dem Schlafe zu erwecken“. Die Toten warten also nicht irgendwo, sondern ruhen, bis Jesus sie bei seiner Wiederkunft auferweckt (1. Thess 4,16).

Für Adam und Eva war der Tod etwas völlig Unbekanntes. Bis dahin war noch nie etwas gestorben, kein Mensch, kein Tier, nicht einmal eine Blume. Auch Satan und seine Engel waren nicht getötet, sondern aus dem Himmel geworfen worden.

Ellen G. White beschreibt, wie Adam und Eva die ersten welken Blumen und fallenden Blätter sahen. Sie trauerten darüber mehr, als Menschen heute um ihre Toten trauern. Denn sie verstanden: Jetzt muss alles Lebendige sterben.

Ellen G. White

As they witnessed in drooping flower and falling leaf the first signs of decay, Adam and his companion mourned more deeply than men now mourn over their dead.
Patriarchs and Prophets, S. 62

Zusammenfassung: Als sie an welkenden Blumen und fallenden Blättern die ersten Zeichen des Vergehens sahen, trauerten Adam und Eva tiefer, als Menschen heute um ihre Toten trauern.

Das erste Opfer

Gott selbst macht Adam und Eva „Pelzröcke“. Dafür mussten Tiere sterben. Zum ersten Mal floss Blut, wegen der Sünde der Menschen.

Gott ordnete nun an, dass Tiere geopfert werden. Schon Adams Sohn Abel brachte „von den Erstgebornen seiner Schafe“. Diese Opfer sollten zeigen: Die Sünde bringt den Tod. Und sie zeigten auf den Retter, der einmal für die Sünde sterben würde.

Ellen G. White beschreibt das erste Opfer, das Adam bringen musste, sehr eindrücklich: Es war für ihn schrecklich schmerzhaft. Er musste mit eigener Hand ein Leben nehmen, das nur Gott geben kann. Zum ersten Mal sah er mit eigenen Augen, was der Tod ist. Und er wusste: Hätte er Gott gehorcht, wäre nie ein Mensch und nie ein Tier gestorben. Er zitterte bei dem Gedanken, dass seine Sünde einmal das Blut des Lammes Gottes vergiessen würde.

Darum sagt die Bibel später: „ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung“. Und als Jesus kommt, ruft Johannes der Täufer: „Siehe, das Lamm Gottes, welches die Sünde der Welt hinwegnimmt!“ Jedes Opferlamm seit Adam hat auf Jesus hingewiesen.

Ellen G. White

They were intended to impress upon the fallen race the solemn truth that it was sin that caused death.
Patriarchs and Prophets, S. 68

Zusammenfassung: Die Opfer sollten den gefallenen Menschen die ernste Wahrheit einprägen, dass die Sünde den Tod verursacht hat.

Ellen G. White

To Adam, the offering of the first sacrifice was a most painful ceremony. His hand must be raised to take life, which only God could give. It was the first time he had ever witnessed death, and he knew that had he been obedient to God, there would have been no death of man or beast.
Patriarchs and Prophets, S. 68

Zusammenfassung: Für Adam war das erste Opfer eine äusserst schmerzliche Handlung. Er musste ein Leben nehmen, das nur Gott geben konnte. Zum ersten Mal sah er den Tod, und er wusste: Hätte er Gott gehorcht, wäre weder Mensch noch Tier gestorben.

Ellen G. White

As he slew the innocent victim, he trembled at the thought that his sin must shed the blood of the spotless Lamb of God.
Patriarchs and Prophets, S. 68

Zusammenfassung: Als er das unschuldige Tier tötete, zitterte er bei dem Gedanken, dass seine Sünde das Blut des fleckenlosen Lammes Gottes vergiessen würde.

Damit kein Sünder ewig lebt

Gott sagt: Der Mensch soll nicht „vom Baume des Lebens nehmen und essen und ewiglich leben!“ Darum schickt Gott Adam und Eva aus dem Garten, und Engel bewachen den Weg zum Baum des Lebens (1. Mose 3,24).

Das klingt zuerst hart. Aber es ist Gnade: Stell dir vor, ein Mensch müsste mit Sünde, Schmerz und Bosheit ewig weiterleben. Das Böse würde nie aufhören. Der Tod setzt dem Bösen eine Grenze.

Ellen G. White

None of the family of Adam were permitted to pass the barrier to partake of the life-giving fruit; hence there is not an immortal sinner.
Patriarchs and Prophets, S. 60

Zusammenfassung: Keiner aus Adams Familie durfte an den Wächtern vorbei, um von der lebenspendenden Frucht zu essen; darum gibt es keinen unsterblichen Sünder.

Jesus besiegt den Tod

Der Tod ist der Lohn der Sünde. Aber Gott schenkt etwas anderes: „Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unsrem Herrn“.

Jesus hatte keine Sünde. Und trotzdem ist er gestorben, mit all unseren Sünden auf sich: „der HERR warf unser aller Schuld auf ihn“. „durch seine Wunden sind wir geheilt“. Er hat den Tod getragen, den eigentlich wir verdient hätten.

Und er ist auferstanden. Damit hat er den Tod besiegt. Paulus jubelt: „Tod, wo ist dein Stachel?“ Am Ende wird es keinen Tod mehr geben: „der Tod wird nicht mehr sein“. Und der Baum des Lebens steht wieder offen (Offb 22,2). Was am Anfang verloren ging, gibt Gott am Ende zurück.

Was das für dich bedeutet

Du musst dir die Rettung nicht verdienen. „Gott aber beweist seine Liebe gegen uns damit, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“.

Wenn du erkennst, dass du Jesus brauchst, und ihm deine Sünden bekennst, dann nimmt er sie weg: „wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt“. Wer Jesus aufnimmt, wird Gottes Kind (Joh 1,12).

Für dich

Jedes Opferlamm zeigte auf Jesus, der für dich gestorben ist. Möchtest du ihm heute sagen, dass du ihn brauchst?

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