2 Erklärung
Wie ein Freund
Nach der Sünde mit dem Kalb sagt Gott, er werde nicht mehr selbst mitten unter dem Volk mitziehen, sondern einen Engel schicken (2. Mose 33,2–3). Das Volk trauert und legt seinen Schmuck ab.
Mose stellt ein Zelt ausserhalb des Lagers auf, die «Hütte der Zusammenkunft». Das Heiligtum war ja noch nicht gebaut. Wer Gott suchte, ging hinaus zu diesem Zelt. Wenn Mose hineinging, stellte sich die Wolkensäule an den Eingang, und das ganze Volk stand an seinen Zelttüren und betete an (2. Mose 33,10).
„Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet“. Und ein junger Mann blieb immer dort, auch wenn Mose ins Lager zurückging: sein Diener Josua. Er lernte in der Nähe Gottes, was er später als Führer Israels brauchen würde.
Ohne dich gehen wir nicht
Mose weiss: Ohne Gott hat alles keinen Sinn. „Wenn du nicht selbst mitgehst, so führe uns nicht von hier hinauf!“ Ellen G. White schreibt: Keine irdische Macht, keine Fähigkeit und kein Wissen kann Gottes bleibende Gegenwart ersetzen.
Ellen G. White
No earthly power or skill or learning can supply the place of God’s abiding presence.Zusammenfassung: Keine irdische Macht, kein Können und keine Bildung kann Gottes bleibende Gegenwart ersetzen.
In der Felsenkluft
Mose bittet: „So laß mich deine Herrlichkeit sehen!“ Gott antwortet: „Ich will vor deinem Angesicht alle meine Güte vorüberziehen lassen“. Gottes Herrlichkeit ist vor allem seine Güte.
Kein Mensch kann Gottes Angesicht sehen und leben. Darum stellt Gott Mose in eine Felsspalte und deckt ihn mit seiner Hand zu, bis er vorübergegangen ist (2. Mose 33,22). Gott schützt Mose vor seiner eigenen Herrlichkeit.
Für dich
„Wenn du nicht selbst mitgehst, so führe uns nicht von hier hinauf!“ Was planst du gerade, wofür du Gottes Gegenwart besonders brauchst?