2 Erklärung
Der Kleinste
Gott schickt Samuel nach Bethlehem zu Isai: „unter seinen Söhnen habe ich mir einen König ersehen!“ Als Samuel den grossen, stattlichen Eliab sieht, denkt er: Das ist er. Aber Gott sagt: „der Mensch sieht auf das Äußere; der HERR sieht auf das Herz.“
Sieben Söhne gehen vorbei. Keiner ist es. „Der Kleinste ist noch übrig und siehe, er hütet die Schafe!“ David wird gerufen und gesalbt. „Und der Geist des HERRN geriet über David, von dem Tage an und forthin.“
Keine äussere Schönheit kann die Seele vor Gott empfehlen. Gott suchte keinen fehlerlosen Menschen, sondern einen, der sich auf Gott verlässt und sich korrigieren lässt, wenn er sündigt.
Ellen G. White
No outward beauty can recommend the soul to God.Zusammenfassung: Keine äussere Schönheit kann die Seele vor Gott empfehlen.
Ellen G. White
not one who was faultless in character, but who, instead of trusting to himself, would rely upon God, and be guided by His Spirit; who, when he sinned, would submit to reproof and correction.Zusammenfassung: nicht einen, der im Charakter fehlerlos war, sondern einen, der statt auf sich selbst auf Gott vertrauen und sich von seinem Geist leiten lassen würde; der, wenn er sündigte, Zurechtweisung und Korrektur annehmen würde.
Bei den Schafen lernen
David bleibt nach der Salbung ein Hirte. Die grosse Ehre machte ihn nicht hochmütig. Draussen bei den Herden lehrte Gott ihn Vertrauen. Und weil er so für seine Schafe sorgte, verstand er immer besser, wie der grosse Hirte für seine Herde sorgt. Später schrieb er: «Der HERR ist mein Hirte» (Ps 23,1).
Ellen G. White
The great honor conferred upon David did not serve to elate him.Zusammenfassung: Die grosse Ehre, die David zuteil wurde, machte ihn nicht hochmütig.
Ellen G. White
God was teaching David lessons of trust.Zusammenfassung: Gott lehrte David Vertrauen.
Ellen G. White
In his watchcare for his flocks, he was gaining an appreciation of the care that the Great Shepherd has for the sheep of His pasture.Zusammenfassung: In seiner Fürsorge für seine Herden lernte er schätzen, wie der grosse Hirte für die Schafe seiner Weide sorgt.
Ein böser Geist und die Harfe
„Aber der Geist des HERRN wich von Saul“, und ein böser Geist quält ihn.
Wer das liest, fragt sich vielleicht: Schickt Gott böse Geister?
Die Bibel sagt oft, Gott «tue» etwas, was er zulässt. Saul hatte Gottes Geist immer wieder abgewiesen. Wenn ein Mensch Gott wegschickt, verliert er Gottes Schutz, und das Böse bekommt Raum. Gott zwang Saul nicht, aber er liess die Folgen zu.
Ausgerechnet David wird an den Hof geholt. Wenn er Harfe spielt, wird es Saul leichter (1. Samuel 16,23). So lernt der künftige König das Leben am Königshof kennen.
Wissenswert: Davids Harfe
Die «Harfe», auf der David spielte (1. Sam 16,23), war ein Kinnor, eine Art Leier: ein Holzrahmen mit zwei Armen und einem Querholz, an dem Saiten aus Darm gespannt waren. Man hielt sie im Arm und zupfte die Saiten mit den Fingern oder einem kleinen Plättchen.
Auf einer sieht man einen Musiker mit so einer Leier vor einem König spielen, genau wie David vor Saul. Musik kann die Seele beruhigen. Auch die Medizin weiss heute, dass Musik Angst und Unruhe lindern kann.
Für dich
Menschen sehen auf das Äussere. Gott sieht dein Herz. Was sieht er heute dort?