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Der Weg › Teil 2 › Salomo und der Tempel

Schritt 6 von 10 · Salomo und der Tempel

Die Königin von Saba

1. Könige 9–10

Ganze Bibel: Schritt 261 von 790

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Lies jetzt: 1. Könige 9–10

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2 Erklärung

Gottes Zusage und seine Warnung

Gott erscheint Salomo ein zweites Mal: „Ich habe dein Gebet und dein Flehen erhört“. „meine Augen und mein Herz sollen daselbst sein allezeit“.

Aber er warnt auch: Wenn ihr euch abwendet und anderen Göttern dient, werde ich dieses Haus verwerfen, „und Israel soll zum Sprichwort und zum Spott werden unter allen Völkern“. Wäre Israel Gott treu geblieben, hätte dieser herrliche Bau für immer gestanden.

Ellen G. White

Had Israel remained true to God, this glorious building would have stood forever
Prophets and Kings, S. 46

Zusammenfassung: Wäre Israel Gott treu geblieben, hätte dieses herrliche Gebäude für immer gestanden.

Nicht die Hälfte gesagt

Die Königin von Saba hört von Salomo, „wegen des Namens des HERRN“, und kommt mit schweren Fragen. Sie staunt: „Und siehe, es ist mir nicht die Hälfte gesagt worden“.

Am Ende lobt sie nicht Salomo, sondern Gott: „Gepriesen sei der HERR, dein Gott, der Gefallen an dir gehabt hat“. Ellen G. White sagt: Salomo hatte sie so belehrt, dass sie nicht den Menschen pries, sondern Gott. Genau das wollte Gott.

Jesus sagt später: Die Königin kam vom Ende der Erde, um Salomos Weisheit zu hören. „Und siehe, hier ist mehr als Salomo!“

Wissenswert: Wo lag Saba?

Saba war ein Königreich im Süden Arabiens, im heutigen Jemen. Dort hat man Inschriften, Tempel und einen gewaltigen Staudamm bei der Hauptstadt Marib gefunden. Saba wurde durch den Handel mit Weihrauch und Gewürzen reich, genau die Dinge, die die Königin mitbrachte (1. Könige 10,2).

Den Namen der Königin kennt man aus keiner Inschrift. Ob sie aus dem Jemen kam oder aus einem Gebiet auf der anderen Seite des Roten Meeres, ist unter Forschern umstritten.

Gedankenspiel: keine Lehre der BibelWas wäre, wenn …? Die Bundeslade in ÄthiopienAntippen zum Lesen

In Äthiopien erzählt man seit Jahrhunderten eine Geschichte: Die Königin von Saba habe von Salomo einen Sohn bekommen, Menelik. Dieser habe später die Bundeslade nach Äthiopien gebracht, und sie stehe heute noch in einer Kapelle in Aksum. Niemand ausser einem einzigen Wächter darf sie sehen.

Was ist belegt? Die Geschichte steht im äthiopischen Buch «Kebra Nagast», das im 14. Jahrhundert nach Christus aufgeschrieben wurde, also über 2000 Jahre nach Salomo. Die Bibel sagt nichts von einem Sohn der Königin. Forscher halten die Erzählung für eine Legende, die das äthiopische Königshaus ehren sollte. Prüfen kann man sie nicht, weil niemand den Gegenstand in Aksum sehen darf.

Ellen G. White beschreibt etwas ganz anderes: Kurz vor der Zerstörung Jerusalems durch Babylon versteckten treue Männer die Lade mit den Gesetzestafeln in einer Höhle. Diese heilige Lade ist noch verborgen. Sie wurde nie berührt, seit sie versteckt wurde.

Silber wie Steine

Das Kapitel endet mit Reichtum: Gold, Elfenbein, Affen und Pfauen. „Und der König machte, daß zu Jerusalem so viel Silber war wie Steine“. Und: „so daß er tausendvierhundert Wagen und zwölftausend Reiter hatte“, viele davon aus Ägypten (1. Könige 10,28).

Wer genau liest, erschrickt: Gottes Gesetz hatte dem König genau das verboten: „Nur soll er nicht viele Pferde halten und das Volk nicht wieder nach Ägypten führen“, „auch soll er sich nicht zu viel Silber und Gold sammeln“. Es ist nicht der leere Becher, den man schwer tragen kann; es ist der randvolle Becher, der sorgfältig im Gleichgewicht gehalten werden muss.

Ellen G. White

It is not the empty cup that we have difficulty in carrying; it is the cup full to the brim that must be carefully balanced.
Prophets and Kings, S. 59–60

Zusammenfassung: Nicht der leere Becher ist schwer zu tragen; der bis zum Rand gefüllte Becher muss sorgfältig im Gleichgewicht gehalten werden.

Wissenswert: Salomos Städte

Die Bibel nennt Salomos grosse Bauprojekte: „das Haus des HERRN und sein Haus und den Millo und die Mauern Jerusalems und Hazor und Megiddo und Geser“.

In allen drei Städten, Hazor, und Geser, fanden Archäologen ähnliche, grosse Stadttore mit sechs Kammern, drei auf jeder Seite des Durchgangs. Der Archäologe Yigael Yadin hielt sie für Bauten Salomos, nach einem gemeinsamen Plan. Andere Forscher datieren sie etwas später. Die Frage ist bis heute umstritten. Ein Beispiel ist das .

Wissenswert: Schiffe nach Tarsis und Ofir

Salomos Schiffe fuhren zusammen mit den erfahrenen Seefahrern aus Tyrus weit hinaus: „Diese Tarsisschiffe kamen in drei Jahren einmal und brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen“. Auch nach Ofir fuhren sie, um Gold zu holen.

Wo Ofir lag, weiss man nicht sicher, vielleicht in Südarabien, an der Küste Ostafrikas oder sogar in Indien. Auf einer Tonscherbe aus der Nähe des heutigen Tel Aviv steht in alter hebräischer Schrift: «Gold aus Ofir für Bet-Horon». Ofir war also ein echter Ort, bekannt für sein Gold.

Für dich

Die Königin lobte am Ende Gott, nicht Salomo. Wenn Menschen dich loben, wie kannst du die Ehre an Gott weitergeben?

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BibeltextSchlachter 1951
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