Bibeltext · Psalm 140Schlachter 1951
1Dem Vorsänger. Ein Psalm Davids. (0140-2) Errette mich, HERR, von den bösen Menschen; vor den Gewalttätigen bewahre mich! 2(0140-3) Denn sie haben Böses im Sinn und erregen täglich Streit. 3(0140-4) Sie spitzen ihre Zunge wie eine Schlange, Otterngift ist unter ihren Lippen. (Pause.) 4(0140-5) Bewahre mich, HERR, vor den Händen des Gottlosen, behüte mich vor dem gewalttätigen Menschen, der mich zu Fall bringen will! 5(0140-6) Die Stolzen legen mir Fallen und Schlingen, sie spannen ein Netz aus neben dem Weg; sie haben mir Fallstricke gelegt. (Pause.) 6(0140-7) Ich aber sage zum HERRN: Du bist mein Gott; HERR, vernimm die Stimme meines Flehens! 7(0140-8) O HERR, mein Gott, du bist meine mächtige Hilfe; du schützest mein Haupt am Tage der Schlacht! 8(0140-9) HERR, gib dem Gottlosen nicht, was er will; laß seinen Anschlag nicht gelingen! (Pause.) 9(0140-10) Erheben sie das Haupt rings um mich her, so komme das Unheil ihrer Lippen über sie selbst! 10(0140-11) Feuerglut falle auf sie! Ins Feuer stürze er sie, in Wassertiefen, daß sie nicht mehr aufstehn! 11(0140-12) Der Verleumder wird nicht bestehen im Lande; den frechen Menschen wird das Unglück verfolgen bis zu seinem Untergang! 12(0140-13) Ich weiß, daß der HERR des Elenden Sache führen und dem Armen Recht schaffen wird. 13(0140-14) Ja, die Gerechten werden deinen Namen preisen und die Redlichen vor deinem Angesicht wohnen!
Bibeltext · Psalm 141Schlachter 1951
1Ein Psalm Davids. HERR, ich rufe zu dir, eile zu mir; vernimm meine Stimme, wenn ich dich anrufe! 2Mein Gebet steige vor dir auf wie Räucherwerk, meiner Hände Aufheben sei wie das Abendopfer. 3HERR, stelle eine Wache an meinen Mund, bewahre die Tür meiner Lippen! 4Laß mein Herz sich nicht zu einer bösen Sache neigen, daß ich gottlose Taten vollbringe mit den Übeltätern; und von ihren Leckerbissen laß mich nicht genießen! 5Der Gerechte schlage mich, das ist Gnade; und er züchtige mich, das ist Öl für mein Haupt, dessen sich mein Haupt nicht weigern soll, wenn es auch wiederholt geschieht; ich bete nur gegen ihre Bosheiten. 6Sind ihre Richter in die Felsspalte gestürzt, so wird man hören, daß meine Reden lieblich sind. 7Wie man Samen in die aufgebrochene Erde streut, so unsre Gebeine in den Rachen des Totenreichs. 8Darum sind meine Augen auf dich gerichtet, o HERR, mein Gott; bei dir suche ich Zuflucht; schütte mein Leben nicht aus! 9Bewahre mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt haben, vor den Fallstricken der Übeltäter! 10Die Gottlosen sollen allesamt in ihre eigenen Netze fallen, während ich daran vorübergehe!
Bibeltext · Psalm 142Schlachter 1951
1Eine Unterweisung von David, als er in der Höhle war. Ein Gebet. (0142-2) Ich schreie mit meiner Stimme zum HERRN, ich flehe mit meiner Stimme zum HERRN. 2(0142-3) Ich schütte meine Klage vor ihm aus und tue ihm kund meine Not. 3(0142-4) Wenn mein Geist in mir bekümmert ist, kennst du meinen Pfad; auf dem Wege, den ich wandeln soll, haben sie mir eine Schlinge gelegt. 4(0142-5) Schaue ich zur Rechten, siehe, so will mich niemand kennen; jede Zuflucht ist mir abgeschnitten, niemand fragt nach meiner Seele! 5(0142-6) Darum schreie ich, o HERR, zu dir und sage: Du bist meine Zuflucht, mein Teil im Lande der Lebendigen! 6(0142-7) Merke auf mein Wehklagen; denn ich bin sehr schwach; errette mich von meinen Verfolgern; denn sie sind mir zu mächtig geworden! 7(0142-8) Führe meine Seele aus dem Kerker, daß ich deinen Namen preise! Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohlgetan.
Bibeltext · Psalm 143Schlachter 1951
1Ein Psalm Davids. HERR, höre mein Gebet, merke auf mein Flehen! Antworte mir in deiner Treue, in deiner Gerechtigkeit! 2Und gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht! 3Denn der Feind verfolgt meine Seele; er hat mein Leben zu Boden getreten und zwingt mich, im Dunkeln zu sitzen wie die längst Verstorbenen. 4Und mein Geist ist tief betrübt, mein Herz will erstarren in mir. 5Ich gedenke der längst vergangenen Tage, rufe mir alle deine Taten in Erinnerung und sinne über die Werke deiner Hände. 6Ich strecke meine Hände aus nach dir, meine Seele schmachtet nach dir wie ein dürres Land. (Pause.) 7Erhöre mich eilends, o HERR! Mein Geist nimmt ab; verbirg dein Angesicht nicht vor mir, daß ich nicht denen gleich werde, die in die Grube hinabfahren. 8Laß mich frühe deine Gnade hören; denn auf dich vertraue ich! Tue mir kund den Weg, darauf ich gehen soll; denn zu dir erhebe ich meine Seele. 9Errette mich, HERR, von meinen Feinden; denn bei dir suche ich Schutz! 10Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen; denn du bist mein Gott, dein guter Geist führe mich auf richtiger Bahn! 11Um deines Namens willen, HERR, erhalte mich am Leben; durch deine Gerechtigkeit führe meine Seele aus der Not! 12Und in deiner Gnade vertilge meine Feinde und bringe alle Widersacher meiner Seele um! Denn ich bin dein Knecht.
Bibeltext · Psalm 144Schlachter 1951
1Von David. Gelobt sei der HERR, mein Fels, der meine Hände geschickt macht zum Streit, meine Finger zum Krieg; 2meine gnädige und sichere Zuflucht, meine Burg und mein Erretter, mein Schild, der mich schützt, der mir auch mein Volk unterwirft! 3HERR, was ist der Mensch, daß du ihn berücksichtigst, des Menschen Sohn, daß du auf ihn achtest? 4Der Mensch gleicht einem Hauch, seine Tage sind wie ein Schatten, der vorüberhuscht! 5HERR, neige deinen Himmel und fahre herab! Rühre die Berge an, daß sie rauchen! 6Laß blitzen und zerstreue sie, schieße deine Pfeile ab und schrecke sie! 7Strecke deine Hand aus von der Höhe; rette mich und reiße mich heraus aus großen Wassern, aus der Hand der Söhne des fremden Landes, 8deren Mund Lügen redet und deren Rechte eine betrügliche Rechte ist. 9O Gott, ein neues Lied will ich dir singen, auf der zehnsaitigen Harfe will ich dir spielen, 10der du den Königen Sieg gibst und deinen Knecht David errettest von dem gefährlichen Schwert! 11Errette mich und reiße mich heraus aus der Hand der Söhne des fremden Landes, deren Mund Lügen redet und deren Rechte eine betrügliche Rechte ist, 12daß unsre Söhne wie Pflanzen aufwachsen in ihrer Jugend, unsre Töchter wie Ecksäulen seien, gemeißelt nach Bauart eines Palastes; 13unsre Speicher gefüllt, Vorräte darzureichen aller Art; daß unsrer Schafe tausend und abertausend werden auf unsern Weiden; 14daß unsre Rinder trächtig seien, ohne Unfall noch Verlust, daß man nicht zu klagen habe auf unsern Straßen! 15Wohl dem Volk, dem es also geht; wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist!
Bibeltext · Psalm 145Schlachter 1951
1Ein Loblied, von David. Ich will dich erheben, mein Gott und König, und deinen Namen loben immer und ewiglich! 2Täglich will ich dich preisen und deinen Namen rühmen immer und ewiglich! 3Groß ist der HERR und hoch zu loben, und seine Größe ist unerforschlich. 4Ein Geschlecht rühme dem andern deine Werke und tue deine mächtigen Taten kund! 5Vom herrlichen Glanz deiner Majestät sollen sie berichten, und deine Wunder will ich verkünden. 6Von deiner erstaunlichen Gewalt soll man reden, und deine großen Taten will ich erzählen. 7Das Lob deiner großen Güte lasse man reichlich fließen, und deine Gerechtigkeit soll man rühmen! 8Gnädig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von großer Güte! 9Der HERR ist gegen alle gütig, und seine Barmherzigkeit erstreckt sich über alle seine Werke. 10Alle deine Werke sollen dir danken, o HERR, und deine Frommen dich loben. 11Von der Herrlichkeit deines Königreichs sollen sie reden und von deiner Gewalt sprechen, 12daß sie den Menschenkindern seine Gewalt kundmachen und die prachtvolle Herrlichkeit seines Königreiches. 13Dein Reich ist ein Reich für alle Ewigkeiten, und deine Herrschaft erstreckt sich auf alle Geschlechter. 14Der HERR stützt alle, die da fallen, und richtet alle Gebeugten auf. 15Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit; 16du tust deine Hand auf und sättigst alles, was da lebt, mit Wohlgefallen. 17Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken. 18Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn in Wahrheit anrufen; 19er tut, was die Gottesfürchtigen begehren, und hört ihr Schreien und hilft ihnen. 20Der HERR behütet alle, die ihn lieben, und wird alle Gottlosen vertilgen! 21Mein Mund soll des HERRN Ruhm verkündigen; und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich!
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