Bibeltext · Psalm 135 Schlachter 1951
1 Hallelujah! Lobet den Namen des HERRN! Lobet ihn, ihr Knechte des HERRN, 2 die ihr stehet im Hause des HERRN, in den Vorhöfen des Hauses unsres Gottes! 3 Lobet den HERRN, denn gütig ist der HERR; singet seinem Namen, denn er ist lieblich! 4 Denn der HERR hat sich Jakob erwählt, Israel zu seinem besonderen Eigentum. 5 Denn ich weiß, daß der HERR groß ist; ja, unser Herr ist größer als alle Götter. 6 Alles, was er will, das tut der HERR im Himmel und auf Erden, im Meer und in allen Tiefen: 7 Er führt Wolken herauf vom Ende der Erde, macht Blitze zum Regen und holt den Wind aus seinen Speichern hervor. 8 Er schlug Ägyptens Erstgeburten, vom Menschen bis zum Vieh; 9 er sandte Zeichen und Wunder in deine Mitte, o Ägyptenland, gegen den Pharao und alle seine Knechte; 10 er schlug große Nationen und tötete mächtige Könige; 11 Sihon, den König der Amoriter, und Og, den König zu Basan, und alle Könige Kanaans 12 und gab ihr Land als Erbe, als Erbe seinem Volke Israel. 13 O HERR, dein Name währt ewig; HERR, dein Gedächtnis bleibt für und für! 14 Denn der HERR wird seinem Volke Recht schaffen und mit seinen Knechten Mitleid haben. 15 Die Götzen der Heiden sind Silber und Gold, von Menschenhand gemacht. 16 Sie haben einen Mund und reden nicht, Augen haben sie und sehen nicht; 17 Ohren haben sie und hören nicht, auch ist kein Odem in ihrem Mund! 18 Ihnen sind gleich, die sie machen, ein jeder, der auf sie vertraut. 19 Haus Israel, lobe den HERRN! Haus Aaron, lobe den HERRN! 20 Haus Levi, lobe den HERRN! Die ihr den HERRN fürchtet, lobet den HERRN! 21 Gelobt sei der HERR von Zion aus, er, der zu Jerusalem wohnt! Hallelujah!
Bibeltext · Psalm 136 Schlachter 1951
1 Danket dem HERRN; denn er ist gütig; denn seine Gnade währt ewiglich! 2 Danket dem Gott der Götter; denn seine Gnade währt ewiglich! 3 Danket dem Herrn der Herren; denn seine Gnade währt ewiglich! 4 Ihm, der allein große Wunder tut; denn seine Gnade währt ewiglich! 5 der den Himmel mit Verstand erschuf; denn seine Gnade währt ewiglich! 6 der die Erde über den Wassern ausbreitete; denn seine Gnade währt ewiglich! 7 der große Lichter machte; denn seine Gnade währt ewiglich! 8 die Sonne zur Beherrschung des Tages; denn seine Gnade währt ewiglich! 9 den Mond und die Sterne zur Beherrschung der Nacht; denn seine Gnade währt ewiglich! 10 der die Ägypter an ihren Erstgeburten schlug; denn seine Gnade währt ewiglich! 11 und Israel aus ihrer Mitte führte; denn seine Gnade währt ewiglich! 12 mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm; denn seine Gnade währt ewiglich! 13 der das Schilfmeer in zwei Teile schnitt; denn seine Gnade währt ewiglich! 14 und Israel mitten hindurchführte; denn seine Gnade währt ewiglich! 15 und den Pharao samt seinem Heer ins Schilfmeer schüttelte; denn seine Gnade währt ewiglich! 16 der sein Volk durch die Wüste führte; denn seine Gnade währt ewiglich! 17 der große Könige schlug; denn seine Gnade währt ewiglich! 18 und mächtige Könige tötete; denn seine Gnade währt ewiglich! 19 Sihon, den König der Amoriter; denn seine Gnade währt ewiglich! 20 Og, den König von Basan; denn seine Gnade währt ewiglich! 21 und ihr Land als Erbe gab; denn seine Gnade währt ewiglich! 22 als Erbe seinem Knechte Israel; denn seine Gnade währt ewiglich! 23 der in unsrer Niedrigkeit unser gedachte; denn seine Gnade währt ewiglich! 24 und uns unsern Feinden entriß; denn seine Gnade währt ewiglich! 25 der allem Fleisch Speise gibt; denn seine Gnade währt ewiglich! 26 Danket dem Gott des Himmels; denn seine Gnade währt ewiglich!
Bibeltext · Psalm 137 Schlachter 1951
1 An den Strömen Babels saßen wir und weinten, wenn wir Zions gedachten. 2 An den Weiden, die dort sind, hängten wir unsre Harfen auf. 3 Denn die uns daselbst gefangen hielten, forderten Lieder von uns, und unsre Peiniger, daß wir fröhlich seien: «Singet uns eines von den Zionsliedern!» 4 Wie sollten wir des HERRN Lied singen auf fremdem Boden? 5 Vergesse ich deiner, Jerusalem, so verdorre meine Rechte! 6 Meine Zunge müsse an meinem Gaumen kleben, wenn ich deiner nicht gedenke, wenn ich Jerusalem nicht über meine höchste Freude setze! 7 Gedenke, HERR, den Kindern Edoms den Tag Jerusalems, wie sie sprachen: «Zerstöret, zerstöret sie bis auf den Grund!» 8 Tochter Babel, du Verwüsterin! Wohl dem, der dir vergilt, was du uns angetan! 9 Wohl dem, der deine Kindlein nimmt und sie zerschmettert am Felsgestein!
Bibeltext · Psalm 138 Schlachter 1951
1 Von David. Dir will ich danken von ganzem Herzen, vor den Göttern will ich dir lobsingen! 2 Ich will anbeten, zu deinem heiligen Tempel gewandt, und deinem Namen danken um deiner Gnade und Treue willen, denn du hast über alles groß gemacht deinen Namen, dein Wort! 3 Am Tage, da ich rief, antwortetest du mir; du hast mich gestärkt und meine Seele ermutigt. 4 Alle Könige der Erde werden dir, HERR, danken, wenn sie die Worte deines Mundes hören; 5 und sie werden singen von den Wegen des HERRN; denn groß ist die Herrlichkeit des HERRN! 6 Denn der HERR ist erhaben und sieht auf das Niedrige und erkennt den Stolzen von ferne. 7 Wenn ich die größte Gefahr laufe, so wirst du mich am Leben erhalten; gegen den Zorn meiner Feinde wirst du deine Hand ausstrecken, und deine Rechte wird mich retten. 8 Der HERR wird es für mich vollführen! HERR, deine Gnade währt ewiglich; das Werk deiner Hände wirst du nicht lassen!
Bibeltext · Psalm 139 Schlachter 1951
1 Dem Vorsänger. Ein Psalm Davids. HERR, du hast mich erforscht und kennst mich! 2 Ich sitze oder stehe, so weißt du es; du merkst meine Gedanken von ferne. 3 Du beobachtest mich, ob ich gehe oder liege, und bist vertraut mit allen meinen Wegen; 4 ja es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht völlig wüßtest! 5 Von hinten und von vorn hast du mich eingeschlossen und deine Hand auf mich gelegt. 6 Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar, zu hoch, als daß ich sie fassen könnte! 7 Wo soll ich hingehen vor deinem Geist, wo soll ich hinfliehen vor deinem Angesicht? 8 Führe ich zum Himmel, so bist du da; bettete ich mir im Totenreich, siehe, so bist du auch da! 9 Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, 10 so würde auch daselbst deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten! 11 Spräche ich: «Finsternis möge mich überfallen und das Licht zur Nacht werden um mich her!», 12 so ist auch die Finsternis nicht finster für dich, und die Nacht leuchtet wie der Tag; Finsternis ist wie das Licht. 13 Denn du hast meine Nieren geschaffen, du wobest mich in meiner Mutter Schoß. 14 Ich danke dir, daß du mich wunderbar gemacht hast; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl! 15 Mein Gebein war dir nicht verhohlen, da ich im Verborgenen gemacht ward, gewirkt tief unten auf Erden. 16 Deine Augen sahen mich, als ich noch unentwickelt war, und es waren alle Tage in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, als derselben noch keiner war. 17 Und wie teuer sind mir, o Gott, deine Gedanken! Wie groß ist ihre Summe! 18 Wollte ich sie zählen, so würde ihrer mehr sein als der Sand. Wenn ich erwache, so bin ich noch bei dir! 19 Ach Gott, daß du den Gottlosen tötetest und die Blutgierigen von mir weichen müßten! 20 Denn sie empören sich arglistig wider dich; deine Feinde erheben [ihre Hand] zur Lüge. 21 Sollte ich nicht hassen, die dich, HERR, hassen, und keinen Abscheu empfinden vor deinen Widersachern? 22 Ich hasse sie mit vollkommenem Haß, sie sind mir zu Feinden geworden. 23 Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine; 24 und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege!
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