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Der Weg › Teil 1 › Die Psalmen: Lieder und Gebete

Schritt 25 von 27 · Die Psalmen: Lieder und Gebete

Du hast mich erforscht

Psalm 135–139

Ganze Bibel: Schritt 253 von 790

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2 Erklärung

Seine Gnade währt ewiglich

Psalm 136 wiederholt 26 Mal denselben Satz: „Danket dem HERRN; denn er ist gütig; denn seine Gnade währt ewiglich!“ Wahrscheinlich sang ein Vorsänger die erste Zeile und das ganze Volk antwortete. Bei jeder Tat Gottes, von der Schöpfung bis zur Rettung aus Ägypten, kommt dieselbe Antwort.

An den Strömen Babels

„An den Strömen Babels saßen wir und weinten, wenn wir Zions gedachten.“ Ein Lied aus der Gefangenschaft.

Am Ende stehen schreckliche Worte gegen Babel (Ps 137,8–9). Wer das liest, ist vielleicht entsetzt: Wie kann so etwas in der Bibel stehen?

Die Bibel berichtet hier den Schrei von Menschen, die selbst grausam behandelt worden waren. Sie sagt nicht, dass das richtig ist, aber sie verschweigt den Schmerz nicht. Die Beter rächen sich nicht selbst, sie bringen ihre Wut zu Gott. Gott richtet Babel tatsächlich, aber auf seine Weise (Jes 13,19). Und Jesus zeigt uns einen neuen Weg: die Feinde lieben (Mt 5,44). Im letzten Buch der Bibel steht «Babylon» für alles Böse, das Gott am Ende richtet (Offb 18,2).

Gott kennt mich ganz

„HERR, du hast mich erforscht und kennst mich!“ „Ich sitze oder stehe, so weißt du es; du merkst meine Gedanken von ferne.“ „Wo soll ich hingehen vor deinem Geist“? Nirgends ist man ohne Gott.

„Ich danke dir, daß du mich wunderbar gemacht hast; wunderbar sind deine Werke“. Schon bevor du geboren warst, sahen dich Gottes Augen (Ps 139,16).

Und der Psalm endet mit einem mutigen Gebet: „Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine“ „und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege!“

Wissenswert: Wunderbar gemacht

David schreibt: „Denn du hast meine Nieren geschaffen, du wobest mich in meiner Mutter Schoß. Ich danke dir, daß du mich wunderbar gemacht hast“. Und: „Deine Augen sahen mich, als ich noch unentwickelt war“.

Heute weiss man, wie ein Kind im Mutterleib wächst: Aus einer einzigen Zelle entstehen in neun Monaten Billionen Zellen, die genau am richtigen Ort zu Herz, Augen und Händen werden. Das Bauprogramm dafür steht im Erbgut, einem Code, so lang, dass er ausgedruckt Hunderte Bücher füllen würde. Schon nach etwa drei Wochen beginnt das kleine Herz zu schlagen. David konnte das nicht wissen. Aber er wusste: Gott war schon da, als niemand mich sehen konnte.

Für dich

Du bist wunderbar gemacht. Danke Gott heute für etwas an dir selbst, das du sonst übersiehst.

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BibeltextSchlachter 1951
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