2 Erklärung
Der Reiter auf dem weissen Pferd
Erinnerst du dich an das erste Siegel? Dort zog ein Reiter auf einem weissen Pferd aus, „als Sieger und um zu siegen“. Durch die ganze Geschichte ist das Evangelium geritten. Jetzt kommt der Reiter selbst, sichtbar für alle. Jesus hatte gesagt: „und werden des Menschen Sohn kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.“
Johannes beschreibt ihn genau. „Seine Augen sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupte sind viele Kronen“, wie im ersten Kapitel (Offb 1,14). Die vielen Kronen zeigen: Er ist König über alle. Der Drache trug sieben Kronen, das Tier zehn. Jesus trägt «viele». „Und er ist angetan mit einem Kleide, das in Blut getaucht ist, und sein Name heißt: «Das Wort Gottes.»“ Das Blut erinnert an sein Opfer, und an die Kelter des Gerichts. Johannes hatte sein Evangelium begonnen: Im Anfang war das Wort (Joh 1,1).
Ellen G. White
The King of kings descends upon the cloud, wrapped in flaming fire.Zusammenfassung: Der König der Könige kommt auf der Wolke herab, umhüllt von flammendem Feuer.
Das Heer des Himmels
„Und die Heere im Himmel folgten ihm nach auf weißen Pferden und waren angetan mit weißer und reiner Leinwand.“ Sie tragen keine Rüstung und keine Waffen, sondern reine Leinwand, wie die Braut. Es sind die Engel, die mit Jesus kommen (Mt 25,31).
Nur der Reiter selbst hat eine Waffe: „Und aus seinem Munde geht ein scharfes Schwert, daß er die Heiden damit schlage“. Es ist das , „nämlich das Wort Gottes.“ Jesus kämpft nicht mit Eisen, sondern mit der Wahrheit. Paulus schreibt, dass er den Gesetzlosen „durch den Geist seines Mundes aufreiben, und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft vernichten wird“.
Zwei Mahlzeiten
Dann ruft ein Engel, der in der Sonne steht, alle Vögel zusammen: „Kommt und versammelt euch zu dem großen Mahle Gottes“. Das ist ein schreckliches Bild, und es ist bewusst so gezeichnet. Kurz vorher wurden die Gerechten zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen. Jetzt gibt es ein zweites Mahl, für die Geier.
Am Ende gibt es nur zwei Tische: den Tisch der Hochzeit, an dem die Erlösten mit Jesus feiern, und das Geiermahl über die, die gegen ihn gekämpft haben. Dazwischen gibt es keinen dritten Weg. Gott lädt jeden zum ersten Tisch ein.
Das Ende von Tier und falschem Prophet
„Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um Krieg zu führen mit dem, der auf dem Pferde sitzt, und mit seinem Heer.“ Das ist Harmagedon, die Sammlung, die bei der sechsten Plage begann.
Doch es gibt keinen langen Kampf. „Und das Tier wurde ergriffen und mit ihm der falsche Prophet, der die Zeichen vor ihm tat“. Beide werden „in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt.“ „Und die übrigen wurden getötet mit dem Schwert, das aus dem Munde dessen hervorgeht, der auf dem Pferde sitzt“.
Der Kampf, der so mächtig schien, ist mit dem Kommen Jesu in einem Augenblick entschieden. Die Systeme, die die Welt verführt haben, sind am Ende. Nur einer bleibt noch: der Drache selbst. Was mit ihm geschieht, zeigt Kapitel 20.
Für dich
Der Reiter auf dem weissen Pferd hat nie aufgehört zu reiten. Am Ende kommt er sichtbar für alle. Wenn du zu ihm gehörst, ist dieser Tag nicht ein Tag des Schreckens, sondern deiner Hochzeit.