2 Erklärung
Sieger am gläsernen Meer
Das gläserne Meer kennst du aus Kapitel 4. Es liegt vor Gottes Thron, ruhig und klar wie Kristall, so wie das grosse Wasserbecken im Tempel, in dem sich die Priester wuschen. Jetzt stehen darauf die, die nicht das Malzeichen genommen haben. Das Feuer im Meer erinnert an die schwere Zeit, durch die sie gegangen sind. Sie sind gereinigt wie Gold im Feuer.
Bevor Johannes das Gericht sieht, zeigt Gott ihm also das Ende: Die Treuen sind gerettet. Wer die Plagen liest, soll zuerst wissen, dass Gottes Volk sicher ist.
Das Lied des Mose und des Lammes
Als Israel durch das Schilfmeer gezogen war und hinter ihm die Ägypter im Wasser versanken, sang Mose: „Ich will dem HERRN singen, denn er hat sich herrlich erwiesen: Roß und Reiter hat er ins Meer gestürzt!“ Das war das Lied einer Befreiung. Nach zehn Plagen war das Volk frei. So singen die Erlösten am Ende nach den letzten Plagen das Lied ihrer Befreiung.
Es ist das Lied des Mose und zugleich des Lammes. Mose führte Israel aus der Sklaverei Ägyptens. Das Lamm führt die Seinen aus der Sklaverei der Sünde. Und das Lied hat nur ein Thema: Gott. Kein Wort davon, was die Sänger selbst geleistet haben. „Denn du allein bist heilig.“
Der Tempel voll Rauch
„Und darnach sah ich, und siehe, der Tempel der Hütte des Zeugnisses im Himmel wurde geöffnet“. Die «Hütte des Zeugnisses» war das Zelt in der Wüste, in dem die Bundeslade mit den Zehn Geboten stand, dem «Zeugnis». Aus diesem Tempel kommen sieben Engel in reiner Leinwand, wie Priester gekleidet.
Eines der vier lebendigen Wesen gibt ihnen „sieben goldene Schalen voll vom Zorn Gottes“. Erinnerst du dich an Kapitel 5? Dort hielten die Ältesten goldene Schalen voll Räucherwerk, die Gebete der Heiligen. Jetzt sind die Schalen voll vom Zorn Gottes. Es sind gleichsam die Antworten auf die Gebete der Verfolgten.
„Und der Tempel wurde voll Rauch von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Kraft, und niemand konnte in den Tempel hineingehen, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren.“ So war es bei der Einweihung der Stiftshütte und des Tempels Salomos: Gottes Herrlichkeit erfüllte das Haus, und niemand konnte hinein (2. Mose 40,34–35).
Das ist der ernsteste Satz des Kapitels. Niemand kann mehr in den Tempel. Der Dienst Jesu als Fürsprecher, der für die Menschen eintritt, ist zu Ende. Jeder Mensch hat seine Entscheidung getroffen. Darum heisst es später: „Wer Unrecht tut, der tue weiter Unrecht, und wer unrein ist, verunreinige sich weiter, und der Gerechte übe weiter Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich weiter.“ Wie bei Noah: „und der HERR schloß hinter ihm zu.“
Ellen G. White
When Christ ceases His intercession in the sanctuary, the unmingled wrath threatened against those who worship the beast and his image and receive his mark (Revelation 14:9, 10), will be poured out.Zusammenfassung: Wenn Christus seinen Dienst als Fürsprecher im Heiligtum beendet, wird der unvermischte Zorn ausgegossen, der denen angedroht ist, die das Tier und sein Bild anbeten und sein Malzeichen annehmen.
Für dich
Noch steht die Tür des Tempels offen, noch bittet Jesus für dich. Heute ist die Zeit, zu ihm zu kommen.