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Der Weg › Teil 3 › Unterwegs nach Jerusalem

Schritt 23 von 32 · Unterwegs nach Jerusalem

Gott, sei mir Sünder gnädig

Lukas 18,1–14

Ganze Bibel: Schritt 552 von 792

Hintergrund

Lukas stellt hier zwei Gleichnisse über das Beten nebeneinander. Das erste lehrt, nicht aufzugeben. Das zweite lehrt, mit welchem Herzen man beten soll.

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Lies jetzt: Lukas 18,1–14

Lies zuerst den Bibeltext. Die Erklärung steht gleich danebendarunter.

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2 Erklärung

Die Witwe und der Richter

Jesus erzählt dieses Gleichnis, „daß sie allezeit beten und nicht nachlässig werden sollten“. Ein Richter, „der Gott nicht fürchtete und sich vor keinem Menschen scheute“, will einer Witwe nicht helfen. Witwen waren damals oft schutzlos und arm. Doch sie kommt immer wieder, bis der Richter nachgibt, nur damit sie ihn in Ruhe lässt.

Gott ist nicht wie dieser Richter. Wenn sogar ein ungerechter Mensch schliesslich hilft, „Sollte aber Gott nicht seinen Auserwählten Recht schaffen, die Tag und Nacht zu ihm rufen“? Manchmal lässt Gott lange warten, aber er hört. Und Jesus fragt: „Doch wenn des Menschen Sohn kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden?“

Ellen G. White

The judge knew that her cause was righteous, and he could have relieved her at once, but he would not.
Christ’s Object Lessons, S. 165

Zusammenfassung: Der Richter wusste, dass ihre Sache gerecht war, und er hätte ihr sofort helfen können, doch er wollte nicht.

Zwei Männer im Tempel

Das zweite Gleichnis richtet sich an solche, „die sich selbst vertrauten, daß sie gerecht seien, und die übrigen verachteten“. Ein Pharisäer stellt sich hin und betet „bei sich selbst“. Er dankt Gott, dass er nicht ist wie die anderen Menschen. Er fastet zweimal in der Woche, das Gesetz verlangte es nur einmal im Jahr. Und er zählt auf, was er alles leistet.

Hinten steht ein Zöllner, wagt nicht einmal aufzublicken, schlägt sich an die Brust und sagt nur: „O Gott, sei mir Sünder gnädig!“ Jesus sagt: „dieser ging gerechtfertigt in sein Haus hinab, eher als jener“.

Der Pharisäer brauchte Gott eigentlich nicht. Er kam, um sich selbst zu loben. Der Zöllner hatte nichts vorzuweisen ausser seiner Schuld. Und gerade er wurde von Gott angenommen. So ist es mit der Gnade: Man kann sie nur mit leeren Händen empfangen.

Ellen G. White

He knew that he had no merit to commend him to God, and in utter self-despair he cried, “God be merciful to me, a sinner.”
Christ’s Object Lessons, S. 151

Zusammenfassung: Er wusste, dass er nichts hatte, womit er sich bei Gott empfehlen konnte, und völlig verzweifelt an sich selbst rief er: Gott, sei mir Sünder gnädig.

Ellen G. White

The Pharisee felt no conviction of sin.
Christ’s Object Lessons, S. 158

Zusammenfassung: Der Pharisäer spürte keine Schuld.

Für dich

Du musst Gott nichts vorweisen. Das ehrlichste und vielleicht schönste Gebet ist: «Gott, sei mir Sünder gnädig.» Und er ist es.

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