2 Erklärung
Die Witwe und der Richter
Jesus erzählt dieses Gleichnis, „daß sie allezeit beten und nicht nachlässig werden sollten“. Ein Richter, „der Gott nicht fürchtete und sich vor keinem Menschen scheute“, will einer Witwe nicht helfen. Witwen waren damals oft schutzlos und arm. Doch sie kommt immer wieder, bis der Richter nachgibt, nur damit sie ihn in Ruhe lässt.
Gott ist nicht wie dieser Richter. Wenn sogar ein ungerechter Mensch schliesslich hilft, „Sollte aber Gott nicht seinen Auserwählten Recht schaffen, die Tag und Nacht zu ihm rufen“? Manchmal lässt Gott lange warten, aber er hört. Und Jesus fragt: „Doch wenn des Menschen Sohn kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden?“
Ellen G. White
The judge knew that her cause was righteous, and he could have relieved her at once, but he would not.Zusammenfassung: Der Richter wusste, dass ihre Sache gerecht war, und er hätte ihr sofort helfen können, doch er wollte nicht.
Zwei Männer im Tempel
Das zweite Gleichnis richtet sich an solche, „die sich selbst vertrauten, daß sie gerecht seien, und die übrigen verachteten“. Ein Pharisäer stellt sich hin und betet „bei sich selbst“. Er dankt Gott, dass er nicht ist wie die anderen Menschen. Er fastet zweimal in der Woche, das Gesetz verlangte es nur einmal im Jahr. Und er zählt auf, was er alles leistet.
Hinten steht ein Zöllner, wagt nicht einmal aufzublicken, schlägt sich an die Brust und sagt nur: „O Gott, sei mir Sünder gnädig!“ Jesus sagt: „dieser ging gerechtfertigt in sein Haus hinab, eher als jener“.
Der Pharisäer brauchte Gott eigentlich nicht. Er kam, um sich selbst zu loben. Der Zöllner hatte nichts vorzuweisen ausser seiner Schuld. Und gerade er wurde von Gott angenommen. So ist es mit der Gnade: Man kann sie nur mit leeren Händen empfangen.
Ellen G. White
He knew that he had no merit to commend him to God, and in utter self-despair he cried, “God be merciful to me, a sinner.”Zusammenfassung: Er wusste, dass er nichts hatte, womit er sich bei Gott empfehlen konnte, und völlig verzweifelt an sich selbst rief er: Gott, sei mir Sünder gnädig.
Ellen G. White
The Pharisee felt no conviction of sin.Zusammenfassung: Der Pharisäer spürte keine Schuld.
Für dich
Du musst Gott nichts vorweisen. Das ehrlichste und vielleicht schönste Gebet ist: «Gott, sei mir Sünder gnädig.» Und er ist es.