2 Erklärung
Meine Seele ist tiefbetrübt
Jesus nimmt Petrus, Jakobus und Johannes mit, dieselben drei, die ihn auf dem Berg der Verklärung gesehen hatten. Er „fing an, betrübt zu werden, und ihm graute sehr“. „Meine Seele ist tiefbetrübt bis zum Tod! Bleibet hier und wachet mit mir!“
Was lastete so schwer auf ihm? Nicht nur die Angst vor den Schmerzen der Kreuzigung. Jesus begann jetzt die Last der Sünde der ganzen Welt zu tragen. Er, der nie gesündigt hatte, spürte, wie die Schuld aller Menschen ihn von seinem Vater trennte. Diese Trennung war schlimmer als jeder Schmerz.
Ellen G. White
So dreadful does sin appear to Him, so great is the weight of guilt which He must bear, that He is tempted to fear it will shut Him out forever from His Father’s love.Zusammenfassung: So furchtbar erscheint ihm die Sünde, so schwer ist die Last der Schuld, die er tragen muss, dass er versucht ist zu fürchten, sie werde ihn für immer von der Liebe seines Vaters ausschliessen.
Nicht wie ich will
Jesus wirft sich auf die Erde: „Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst!“ Der Kelch steht in der Bibel oft für Gottes Gericht über die Sünde (Jes 51,17). Jesus sollte ihn für uns trinken.
Dreimal betet er. Beim zweiten Mal: „Mein Vater, wenn dieser Kelch nicht an mir vorübergehen kann, ohne daß ich ihn trinke, so geschehe dein Wille!“ In diesem Gebet entschied sich das Schicksal der Welt. Jesus hätte zurückgehen können. Er entschied sich, für uns zu sterben.
Ellen G. White
He beholds its impending fate, and His decision is made.Zusammenfassung: Er sieht das drohende Schicksal der Welt, und seine Entscheidung ist gefallen.
Könnt ihr nicht eine Stunde wachen?
Jedes Mal, wenn Jesus zurückkommt, schlafen die Jünger. „Könnt ihr also nicht eine Stunde mit mir wachen?“ „Wachet und betet, damit ihr nicht in Anfechtung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.“ Er war in der schwersten Stunde seines Lebens allein. Und doch tadelt er sie nicht hart. Er versteht ihre Schwäche.
Freund, wozu bist du hier?
Dann kommt Judas mit einer bewaffneten Schar. Er küsst Jesus, das vereinbarte Zeichen. Jesus nennt ihn noch einmal „Freund“. Petrus zieht ein Schwert. Doch Jesus sagt: „Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn alle, die das Schwert ergreifen, werden durch das Schwert umkommen.“
Jesus hätte „mehr als zwölf Legionen Engel“ rufen können, über 70 000. Er tat es nicht. Er ging freiwillig. „Da verließen ihn alle Jünger und flohen.“
Für dich
«Nicht wie ich will, sondern wie du willst.» Das ist das schwerste Gebet, das ein Mensch beten kann. Jesus hat es für dich gebetet. Er hilft dir, es auch zu beten.