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Der Weg › Teil 1 › König David

Schritt 10 von 23 · König David

Absalom stiehlt die Herzen

2. Samuel 15–16

Ganze Bibel: Schritt 215 von 790

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Lies jetzt: 2. Samuel 15–16

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2 Erklärung

Schöne Worte am Tor

Jeden Morgen steht Absalom am Stadttor. Wer zum König will, dem sagt er: „O daß man doch mich zum Richter im Lande setzte“! Er gibt jedem die Hand und küsst ihn. „und erstahl sich die Herzen der Männer Israels“.

Dann geht er nach Hebron, angeblich um ein Gelübde zu erfüllen, und lässt sich dort zum König ausrufen. Sogar Ahitofel, Davids klügster Berater, läuft zu ihm über.

Barfuss auf den Ölberg

David will Jerusalem keinen Krieg zumuten und flieht. Der Fremde Ittai will trotzdem bei ihm bleiben: „an welchem Ort mein Herr und König sein wird (es gehe zum Tode oder zum Leben), daselbst soll auch dein Diener sein!“

Die Priester wollen die Lade mitnehmen. Doch David schickt sie zurück: „Finde ich Gnade vor dem HERRN, so wird er mich zurückbringen“. „er tue mit mir, wie es ihm gefällt!“ Er benutzt Gott nicht als Glücksbringer.

„David aber stieg den Ölberg hinan, barfuß und mit verhülltem Haupt; und er weinte, während er hinaufging“. Rund tausend Jahre später geht der Sohn Davids, Jesus, in der Nacht vor seinem Tod denselben Weg über den Bach Kidron zum Ölberg (Joh 18,1).

Er betet: „HERR, mache doch den Rat Ahitophels zur Torheit!“ Und sofort kommt sein Freund Husai, den David als heimlichen Helfer zurückschickt.

Simei flucht

Unterwegs wirft Simei, ein Mann aus Sauls Familie, Steine nach David und flucht: „Geh, geh, du Blutmensch, du Nichtswürdiger!“ Abisai will ihn töten. David sagt: „Laßt ihn fluchen“. „Vielleicht wird der HERR mein Elend ansehen und mir sein heutiges Fluchen mit Gutem vergelten!“

Der Geist, der über einen Menschen in Not triumphiert, ihn beschimpft oder quält, ist der Geist Satans. Über David aber sagt sie: Nie war der König Israels in den Augen des Himmels wirklich grösser als in dieser Stunde seiner tiefsten äusseren Erniedrigung.

Ellen G. White

The spirit that leads man to triumph over, to revile or distress, one who is in affliction is the spirit of Satan.
Patriarchs and Prophets, S. 736

Zusammenfassung: Der Geist, der einen Menschen dazu bringt, über einen Leidenden zu triumphieren, ihn zu schmähen oder zu bedrängen, ist der Geist Satans.

Ellen G. White

Never was the ruler of Israel more truly great in the sight of heaven than at this hour of his deepest outward humiliation.
Patriarchs and Prophets, S. 738

Zusammenfassung: Nie war der Herrscher Israels in den Augen des Himmels wahrhaft grösser als in dieser Stunde seiner tiefsten äusseren Demütigung.

Wissenswert: Der Ölberg

Auf der Flucht vor Absalom heisst es: „David aber stieg den Ölberg hinan, barfuß und mit verhülltem Haupt; und er weinte“. Der Ölberg liegt östlich von Jerusalem, gleich gegenüber dem Tempelberg, getrennt durch das Kidrontal. Von oben hat man einen weiten . Früher wuchsen dort viele Ölbäume, daher der Name.

Etwa tausend Jahre später ging ein anderer Sohn Davids denselben Weg: Jesus. Auch er weinte am Ölberg über Jerusalem (Lk 19,41), betete dort in Gethsemane und wurde von einem Vertrauten verraten, wie David von Ahitophel. Am Ölberg fuhr Jesus auch in den Himmel (Apg 1,9–12).

Für dich

David nahm Beleidigungen hin, ohne zurückzuschlagen, und legte seine Sache in Gottes Hand. Wo kannst du das heute üben?

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BibeltextSchlachter 1951
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