BibelverstehenGebet

Der Weg › Teil 1 › Von Kain bis zur Sintflut

Schritt 4 von 9 · Von Kain bis zur Sintflut

Die Welt vor der Flut

1. Mose 6,1–8

Ganze Bibel: Schritt 11 von 790

1

Lies jetzt: 1. Mose 6,1–8

Lies zuerst den Bibeltext. Die Erklärung steht gleich danebendarunter.

Zur Erklärung springen ↓

2 Erklärung

Wie die Erde damals aussah

Die Erde stand zwar unter dem Fluch der Sünde, war aber immer noch wunderschön. Die Hügel trugen herrliche Bäume, die Ebenen waren wie riesige Gärten, und es gab Früchte in Hülle und Fülle. Die Bäume waren viel grösser und schöner als heute, ihr Holz hart und dauerhaft fast wie Stein.

Gold, Silber und Edelsteine gab es in grosser Menge. Sie lagen nicht tief verborgen wie heute, sondern waren leicht zu finden.

Ellen G. White

The trees far surpassed in size, beauty, and perfect proportion any now to be found
Patriarchs and Prophets, S. 90

Zusammenfassung: Die Bäume übertrafen an Grösse, Schönheit und Ebenmass alle, die es heute gibt.

Ellen G. White

Gold, silver, and precious stones existed in abundance.
Patriarchs and Prophets, S. 90

Zusammenfassung: Gold, Silber und Edelsteine gab es im Überfluss.

Wie die Menschen waren

Die Bibel erwähnt „Riesen“ und berühmte Helden. Ellen G. White beschreibt sie als Menschen von grosser Gestalt und Kraft, sehr klug und geschickt. Sie konnten erstaunliche Bauwerke planen.

Aber sie benutzten Gottes Gaben nur für sich selbst. Gold, Silber, Edelsteine und das kostbare Holz trugen sie in ihre eigenen Häuser. Jeder wollte das schönste, prächtigste Haus haben. Sie liebten die Geschenke mehr als den, der sie geschenkt hatte.

Ellen G. White

There were many giants, men of great stature and strength, renowned for wisdom, skillful in devising the most cunning and wonderful works
Patriarchs and Prophets, S. 90

Zusammenfassung: Es gab viele Riesen, Männer von grosser Gestalt und Kraft, berühmt für ihre Weisheit und geschickt darin, die kunstvollsten und wunderbarsten Werke zu ersinnen.

Ellen G. White

They employed the gold and silver, the precious stones and the choice wood, in the construction of habitations for themselves, and endeavored to excel one another in beautifying their dwellings
Patriarchs and Prophets, S. 90

Zusammenfassung: Sie verwendeten Gold und Silber, Edelsteine und das beste Holz für ihre eigenen Häuser und versuchten, einander beim Schmücken ihrer Wohnungen zu übertreffen.

Götzen statt Gott

Mit der Zeit leugneten die Menschen Gott ganz. Sie beteten die Natur an statt den Schöpfer der Natur. Sie bewunderten ihre eigene Klugheit, beteten an, was sie selbst gemacht hatten, und lehrten ihre Kinder, sich vor Götzenbildern zu verbeugen.

Ellen G. White beschreibt grosse Haine, die das ganze Jahr grün blieben und den falschen Göttern geweiht waren, mit Gärten und Statuen, die die Menschen anlocken sollten. Götzendienst verändert die Menschen: Man wird dem ähnlich, was man anschaut und verehrt.

Ellen G. White

They adored nature in place of the God of nature. They glorified human genius, worshiped the works of their own hands, and taught their children to bow down to graven images.
Patriarchs and Prophets, S. 91

Zusammenfassung: Sie verehrten die Natur statt den Gott der Natur. Sie rühmten menschliches Können, beteten die Werke ihrer eigenen Hände an und lehrten ihre Kinder, sich vor Götzenbildern zu verbeugen.

Ellen G. White

Extensive groves, that retained their foliage throughout the year, were dedicated to the worship of false gods.
Patriarchs and Prophets, S. 91

Zusammenfassung: Grosse Haine, die das ganze Jahr grün blieben, waren dem Dienst falscher Götter geweiht.

Ellen G. White

It is a law of the human mind that by beholding we become changed.
Patriarchs and Prophets, S. 91

Zusammenfassung: Es ist ein Gesetz des menschlichen Geistes: Was wir anschauen, das verändert uns.

Gewalt und Bosheit

Die Bibel sagt: „alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse allezeit“. Wer etwas haben wollte, nahm es mit Gewalt, auch die Frau des Nachbarn. Ehe und Besitz wurden nicht mehr geachtet.

«Die Söhne Gottes» und «die Töchter der Menschen» (1. Mose 6,2): Ellen G. White erklärt, dass damit die gläubigen Nachkommen Sets und die gottlosen Nachkommen Kains gemeint sind. Die Gläubigen heirateten Frauen aus Kains Familie, weil sie schön waren, und verloren dabei ihren Glauben.

Gott ist darüber zutiefst traurig: „es bekümmerte ihn in seinem Herzen“. Er gibt den Menschen noch eine Frist: „hundertundzwanzig Jahre“. Und dann der wichtigste Satz: „Noah aber fand Gnade vor dem HERRN“.

Ellen G. White

Whoever coveted the wives or the possessions of his neighbor, took them by force, and men exulted in their deeds of violence.
Patriarchs and Prophets, S. 92

Zusammenfassung: Wer die Frau oder den Besitz seines Nachbarn begehrte, nahm sie mit Gewalt, und die Menschen rühmten sich ihrer Gewalttaten.

Ellen G. White

The children of Seth, attracted by the beauty of the daughters of Cain’s descendants, displeased the Lord by intermarrying with them.
Patriarchs and Prophets, S. 81

Zusammenfassung: Die Nachkommen Sets, angezogen von der Schönheit der Töchter aus Kains Familie, missfielen dem Herrn, weil sie sie heirateten.

Wie in den Tagen Noahs

Jesus sagt, dass es vor seiner Wiederkunft so sein wird wie vor der Flut: Die Menschen essen, trinken, heiraten und merken nichts, bis das Gericht kommt (Mt 24,37–39). Die Geschichte von Noah ist also auch eine Botschaft für unsere Zeit.

Für dich

Die Menschen vor der Flut hatten alles, aber sie vergassen den Geber. Wofür möchtest du Gott heute danken?

Zur Übersicht «Von Kain bis zur Sintflut» (Schritt 4 von 9)

BibeltextSchlachter 1951
Ganzes Kapitel lesen