2 Erklärung
Ein langes Leben
Kapitel 5 ist ein Stammbaum von Adam bis Noah. Die Menschen wurden damals sehr alt: Adam „930 Jahre“, Methusalah sogar „969 Jahre“. Sie hatten noch viel von der Kraft, mit der Gott sie geschaffen hatte.
Und trotzdem steht bei fast jedem Namen am Ende: „als er starb“. Was Gott zu Adam gesagt hatte, ist eingetroffen.
Ellen G. White beschreibt diese Menschen nicht als primitiv, im Gegenteil: Sie waren körperlich und geistig sehr stark, klug und hatten ein ausgezeichnetes Gedächtnis. Adam lebte fast tausend Jahre unter ihnen und erzählte immer wieder vom Paradies, vom Sündenfall und von Gottes Rettungsplan.
Ellen G. White
For nearly a thousand years Adam lived among men, a witness to the results of sin.Zusammenfassung: Fast tausend Jahre lebte Adam unter den Menschen, als Zeuge dafür, was die Sünde anrichtet.
Ellen G. White
that age was not, as has often been supposed, an era of ignorance and barbarism.Zusammenfassung: Jene Zeit war nicht, wie man oft meint, eine Zeit der Unwissenheit und Wildheit.
Ellen G. White
And for hundreds of years there were seven generations living upon the earth contemporaneouslyZusammenfassung: Und Hunderte von Jahren lebten sieben Generationen gleichzeitig auf der Erde.
Wissenswert: Rechne selbst nach
Wenn man die Zahlen in 1. Mose 5 zusammenzählt, entdeckt man Erstaunliches:
Methusalah war 187 Jahre alt, als Lamech geboren wurde (1. Mose 5,25). Lamech war 182, als Noah geboren wurde (1. Mose 5,28–29). Und Noah war 600, als die Flut kam (1. Mose 7,6). 187 + 182 + 600 = 969. Genau so alt wurde Methusalah (1. Mose 5,27). Er starb also genau im Jahr der Sintflut.
Und noch etwas: Methusalah war über 240 Jahre lang Zeitgenosse von Adam und 600 Jahre lang von Noah. Was Adam erzählt hatte, konnte so fast aus erster Hand bis zu Noah weitergegeben werden.
Henoch wandelte mit Gott
Mitten in diesem Stammbaum steht ein besonderer Mann: „Und Henoch wandelte mit Gott und war nicht mehr, weil Gott ihn zu sich genommen hatte“. Henoch ist nicht gestorben. Gott hat ihn lebendig in den Himmel geholt (Hebr 11,5).
Ellen G. White erklärt, was «mit Gott wandeln» bedeutet: nicht in einer Verzückung oder weit weg von allem, sondern mitten im Alltag, als Ehemann, Vater, Freund und Nachbar. Das Gebet war für ihn wie das Atmen. Er warnte die Menschen vor dem kommenden Gericht und predigte von Gottes Liebe (Jud 14–15).
Henoch ist ein Bild für die Gläubigen am Ende der Zeit: So wie er vor der Flut lebendig zu Gott genommen wurde, werden die Gläubigen, die bei der Wiederkunft Jesu leben, verwandelt und zu Gott genommen (1. Thess 4,17).
Ellen G. White
Enoch’s walk with God was not in a trance or vision, but in all the duties of his daily life.Zusammenfassung: Henochs Wandel mit Gott geschah nicht in Verzückung oder Vision, sondern in allen Pflichten seines Alltags.
Ellen G. White
To him prayer was as the breath of the soulZusammenfassung: Das Gebet war für ihn wie der Atem der Seele.
Ellen G. White
As Enoch was translated to heaven before the destruction of the world by water, so the living righteous will be translated from the earth before its destruction by fire.Zusammenfassung: Wie Henoch vor der Vernichtung der Welt durch Wasser in den Himmel genommen wurde, so werden die lebenden Gerechten vor der Vernichtung der Erde durch Feuer zu Gott genommen.
Für dich
Henoch ging mit Gott mitten in seinem Alltag. Wie könnte dein Alltag morgen aussehen, wenn du ihn mit Gott gehst?