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Der Weg › Teil 2 › Jeremia und der Fall Jerusalems

Schritt 23 von 23 · Jeremia und der Fall Jerusalems

Obadja: Hochmut kommt vor dem Fall

Obadja 1

Ganze Bibel: Schritt 378 von 792

Hintergrund

Obadja ist das kürzeste Buch des Alten Testaments: nur 21 Verse. Es ist ein „Gesicht Obadjas“ über Edom. Die Edomiter waren Nachkommen Esaus, also Brüder Israels. Viele Ausleger meinen, Obadja schrieb nach der Zerstörung Jerusalems, weil er beschreibt, wie Edom sich daran freute.

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2 Erklärung

Ein Nest zwischen den Sternen

Edom wohnte in schwer zugänglichen Felsenbergen und fühlte sich sicher: „Der Hochmut deines Herzens hat dich verführt, weil du an Felshängen wohnst, in der Höhe thronst; darum sprichst du in deinem Herzen: «Wer will mich zur Erde hinunterstoßen?»“

Gott antwortet: „Wenn du aber auch so hoch flögest wie ein Adler und dein Nest zwischen den Sternen anlegtest, so will ich dich doch von dort hinunterstürzen, spricht der HERR.“

Schadenfreude über den Bruder

Was war Edoms Sünde? „Wegen der Grausamkeit gegen deinen Bruder Jakob“. Als Jerusalem fiel, standen die Edomiter dabei, freuten sich und plünderten mit (Obd 1,11). „Du sollst aber deine Lust nicht sehen am Tage deines Bruders, am Tage seines Unglücks“.

„wie du getan hast, so soll dir getan werden; dein Tun fällt auf deinen Kopf zurück“. Der alte Streit zwischen Jakob und Esau (1. Mose 27) hatte sich über Jahrhunderte fortgesetzt.

Wissenswert: Was wurde aus Edom?

Wenige Jahrzehnte nach Obadja wurden die Edomiter aus ihrem Bergland verdrängt. Später siedelten dort die Nabatäer, die die berühmte Felsenstadt Petra im heutigen Jordanien bauten. Reste der Edomiter zogen nach Süd-Juda und hiessen später Idumäer. Herodes der Grosse stammte aus dieser Familie. Im ersten Jahrhundert nach Christus verschwinden die Edomiter aus der Geschichte.

Das Reich gehört dem HERRN

Das Buch endet mit Hoffnung für Gottes Volk: „Und die Königsherrschaft wird dem HERRN gehören!“ Am Ende regiert nicht der Stolze auf seinem Felsen, sondern Gott.

Für dich

Edoms Sünde war Schadenfreude. Freust du dich manchmal heimlich, wenn es jemandem schlecht geht, den du nicht magst? Bring es heute zu Gott.

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BibeltextSchlachter 1951
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