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Der Weg › Teil 2 › Jeremia und der Fall Jerusalems

Schritt 14 von 23 · Jeremia und der Fall Jerusalems

In der Zisterne

Jeremia 37–39

Ganze Bibel: Schritt 369 von 790

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2 Erklärung

Ein König, der heimlich fragt

Zedekia, der letzte König, lässt Jeremia heimlich holen: „Hast du ein Wort von dem HERRN?“ Jeremia antwortet ehrlich: „Ja!“ „Du wirst in die Gewalt des Königs von Babel gegeben werden!“

Zedekia wusste, dass Jeremia die Wahrheit sagte. Aber er hatte Angst vor seinen Beamten. Er opferte die edle Freiheit seines Mannseins und wurde zum kriechenden Sklaven der öffentlichen Meinung. Die Schwäche Zedekias war eine Sünde, für die er schwer bezahlte.

Ellen G. White

He sacrificed the noble freedom of his manhood and became a cringing slave to public opinion.
Prophets and Kings, S. 458

Zusammenfassung: Er opferte die edle Freiheit seines Mannseins und wurde ein kriechender Sklave der öffentlichen Meinung.

Ellen G. White

The weakness of Zedekiah was a sin for which he paid a fearful penalty.
Prophets and Kings, S. 458

Zusammenfassung: Die Schwäche Zedekias war eine Sünde, für die er eine furchtbare Strafe bezahlte.

Im Schlamm

Die Fürsten sagen: „Diesen Mann sollte man doch töten“. Sie werfen Jeremia in eine Zisterne. „In der Zisterne aber war kein Wasser, sondern nur Schlamm; und Jeremia sank in den Schlamm.“

Da tritt ein Fremder auf: „Ebed-Melech, der Mohr“, ein Kämmerer aus Kusch (Äthiopien). Er hat den Mut, zum König zu gehen: „jene Männer haben unrecht getan“. Mit dreissig Männern und alten Lumpen, damit die Seile nicht einschneiden, zieht er Jeremia heraus.

Gott vergisst es ihm nicht: „weil du mir vertraut hast, spricht der HERR!“ Ebed-Melech wird beim Fall der Stadt gerettet.

Gehorche doch

Noch einmal fleht Jeremia Zedekia an: „Gehorche doch der Stimme des HERRN in dem, was ich dir sage, so wird es dir wohl ergehen und du wirst am Leben bleiben!“ Bis zur letzten Stunde bietet Gott Gnade an. Zedekia hört nicht.

Jerusalem fällt

„und im elften Jahre Zedekias, am neunten Tage des vierten Monats, brach man in die Stadt ein“. Zedekia flieht und wird gefangen. Seine Söhne werden vor seinen Augen getötet, „Zedekia aber ließ er die Augen blenden“. Das Letzte, was er sah, war der Tod seiner Kinder.

Jeremia dagegen wird von Nebukadnezar ausdrücklich geschützt: „Nimm ihn und trage Sorge für ihn und tue ihm ja nichts zuleide“.

Wissenswert: Die Lachisch-Briefe

1935 fanden Ausgräber in der Stadt Lachisch beschriftete Tonscherben aus genau dieser Zeit: Briefe eines Offiziers an seinen Kommandanten. In einem heisst es, man achte auf die Feuersignale von Lachisch, denn die Signale von Aseka seien nicht mehr zu sehen.

Jeremia schreibt, dass während der Belagerung nur noch Lachisch und Aseka von den festen Städten Judas übrig waren (Jer 34,7). Die Scherben zeigen, wie die letzten Festungen eine nach der anderen fielen.

Für dich

Ebed-Melech, ein Fremder, hatte mehr Mut als die Fürsten. Wo kannst du dich für jemanden einsetzen, den andere „in den Schlamm“ geworfen haben?

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BibeltextSchlachter 1951
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