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Der Weg › Teil 2 › Jeremia und der Fall Jerusalems

Schritt 13 von 23 · Jeremia und der Fall Jerusalems

Die verbrannte Rolle

Jeremia 34–36

Ganze Bibel: Schritt 368 von 792

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2 Erklärung

Ein gebrochenes Versprechen

Während der Belagerung machen König Zedekia und das Volk einen Bund: Alle hebräischen Sklaven sollen freigelassen werden, wie es Gottes Gesetz verlangte (2. Mose 21,2). Sie tun es. „Darnach aber reute es sie, und sie holten die Knechte und Mägde, die sie freigelassen hatten, wieder zurück“.

Ein frommer Entschluss in der Not, der vergessen wird, sobald die Not nachlässt. Gott nimmt so ein gebrochenes Versprechen sehr ernst.

Die Rechabiter

Gott lässt Jeremia einer Familie, den Rechabitern, im Tempel Wein anbieten. Sie lehnen ab: „Wir trinken keinen Wein! Denn Jonadab, der Sohn Rechabs, unser Vater, hat uns befohlen“. Seit fast 250 Jahren hielten sie sich daran.

Gott wollte so den Gehorsam der Rechabiter mit dem Ungehorsam seines Volkes vergleichen. Sie gehorchten einem menschlichen Vater; Juda gehorchte dem himmlischen Vater nicht. Gott segnet die Rechabiter: „Es soll Jonadab, dem Sohne Rechabs, nie an einem Manne fehlen, der vor mir steht!“

Ellen G. White

God sought thus to bring into sharp contrast the obedience of the Rechabites with the disobedience and rebellion of His people.
Prophets and Kings, S. 424

Zusammenfassung: Gott wollte so den Gehorsam der Rechabiter in scharfen Gegensatz zum Ungehorsam und zur Auflehnung seines Volkes stellen.

Ins Feuer geworfen

Gott sagt zu Jeremia: „Nimm dir eine Buchrolle und schreibe alle Worte darauf“. „Vielleicht werden die vom Hause Juda auf all das Unglück hören“. Jeremias Schreiber Baruch schreibt alles auf und liest es öffentlich im Tempel vor.

Dann wird die Rolle König Jojakim vorgelesen. Es ist Winter, er sitzt am Kohlenbecken. „Wenn nun Jehudi drei oder vier Spalten gelesen hatte, schnitt er sie mit dem Schreibmesser heraus und warf sie in das Feuer“. Stück für Stück verbrennt der König Gottes Wort.

Das Verbrennen der Rolle war nicht das Ende der Sache. Jeremia diktiert alles noch einmal, „und es wurden zu denselben noch viele andere gleichartige Reden hinzugefügt“. Gottes Wort lässt sich nicht verbrennen (1. Petr 1,25).

Ellen G. White

The burning of the roll was not the end of the matter.
Prophets and Kings, S. 436

Zusammenfassung: Das Verbrennen der Rolle war nicht das Ende der Sache.

Wissenswert: Ein Siegel von Baruch?

In den 1970er-Jahren tauchten auf dem Antiquitätenmarkt Siegelabdrücke aus Ton auf mit der Aufschrift «Berechjahu, Sohn des Nerijahu, der Schreiber», also wohl Baruch, Sohn des Nerija, aus Jeremia 36. Das sorgte für grosses Aufsehen.

Weil diese Stücke nicht bei einer offiziellen Ausgrabung gefunden wurden, halten heute viele Fachleute sie für Fälschungen. Andere Siegelabdrücke mit Namen aus Jeremias Zeit, etwa Gemarja, der Sohn Saphans (Jer 36,10), wurden dagegen bei Ausgrabungen in Jerusalem gefunden. Wir glauben der Bibel nicht wegen solcher Funde. Aber es ist spannend, wenn sie zu ihr passen.

Für dich

Jojakim warf Gottes Wort ins Feuer, Stück für Stück. Gibt es ein Bibelwort, das du lieber „herausschneiden“ würdest, weil es dir unbequem ist?

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BibeltextSchlachter 1951
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