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Der Weg › Teil 1 › Hiob: Leid und Vertrauen

Schritt 5 von 17 · Hiob: Leid und Vertrauen

Bildad und Hiobs Sehnsucht nach einem Mittler

Hiob 8–10

Ganze Bibel: Schritt 68 von 790

Hintergrund

Jetzt spricht der zweite Freund, Bildad. Er ist härter als Eliphas. Für ihn ist die Sache einfach: Gott ist gerecht, also muss Hiobs Unglück eine Strafe sein. Hiob antwortet mit zwei Kapiteln.

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2 Erklärung

So ist der Text aufgebaut

Kapitel 8: Bildad sagt, Gott beuge das Recht nie. Hiobs Kinder hätten wohl gesündigt. Wenn Hiob rein sei, werde Gott ihn wieder aufrichten. Er beruft sich auf die Weisheit der Väter.

Kapitel 9: Hiob gibt zu, dass Gott gerecht und unendlich mächtig ist. Doch wie soll ein Mensch mit ihm streiten? Er klagt, dass es keinen Schiedsrichter zwischen ihm und Gott gibt (Hiob 9,33).

Kapitel 10: Hiob klagt Gott direkt sein Leid. Gott hat ihn doch selbst geschaffen und am Leben erhalten. Warum zerstört er ihn jetzt?

Ein harter Satz

Bildad ist noch härter als Eliphas. Er sagt zu dem Vater, der gerade zehn Kinder begraben hat: „Wenn deine Kinder gegen ihn gesündigt haben, so hat er sie dahingegeben in die Gewalt ihrer Missetat“. Das ist grausam und falsch.

Wie kann ein Mensch vor Gott gerecht sein?

Hiob stellt eine der grössten Fragen der Bibel: „wie kann der schwache Mensch rechten mit dem starken Gott!“ Ellen G. White erzählt, dass genau diese Frage später auch die Reformatoren quälte, bis sie die Antwort fanden: Gerecht wird man durch den Glauben an Jesus.

Hiob sehnt sich nach jemandem, der zwischen ihm und Gott vermittelt: „es ist auch kein Schiedsrichter zwischen uns, der seine Hand auf uns beide legen könnte“.

Was Hiob sich wünscht, hat Gott geschenkt: „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus“. Jesus ist Gott und Mensch zugleich. Er kann seine Hand auf beide legen.

Du hast mich gemacht

Mitten in der Klage erinnert sich Hiob, wie liebevoll Gott ihn geschaffen hat: „Mit Haut und Fleisch hast du mich bekleidet, mit Gebeinen und Sehnen mich durchwoben. Leben und Gnade hast du mir geschenkt“.

Für dich

Hiob wünschte sich einen Mittler. Du hast ihn: Jesus. Was bedeutet es dir, dass jemand zwischen dir und Gott steht, der beide Seiten kennt?

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BibeltextSchlachter 1951
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