2 Erklärung
So ist der Text aufgebaut
Kapitel 18: Bildad beschreibt das Ende des Gottlosen: Sein Licht erlischt, er läuft in Schlingen, und niemand erinnert sich mehr an ihn. Gemeint ist Hiob.
Kapitel 19, Verse 1 bis 22: Hiob klagt, dass ihn Gott und Menschen verlassen haben, seine Brüder, seine Diener, sogar seine Frau. Er fleht die Freunde um Erbarmen an.
Kapitel 19, Verse 23 bis 29: Dann der grosse Satz: „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt“. Hiob ist sicher, dass er Gott eines Tages sehen wird.
Ganz allein
Bildad beschreibt, wie es den Gottlosen ergeht, und meint damit Hiob. Hiob ist am Tiefpunkt. Seine Familie und seine Freunde haben sich von ihm abgewandt: „Alle meine Vertrauten verabscheuen mich, und die ich liebte, haben sich gegen mich gewandt“.
Er fleht: „Erbarmt, erbarmt euch meiner, ihr, meine Freunde, denn die Hand Gottes hat mich getroffen!“
Ellen G. White beschreibt Hiob so: Scheinbar von Himmel und Erde verlassen, hielt er doch fest an seinem Glauben an Gott und am Wissen um seine Unschuld.
Ellen G. White
Seemingly forsaken of heaven and earth, yet holding fast his faith in God and his consciousness of integrityZusammenfassung: Scheinbar von Himmel und Erde verlassen, hielt er doch an seinem Glauben an Gott und am Bewusstsein seiner Redlichkeit fest.
Der Glaube bricht durch
Und dann, im tiefsten Dunkel, sagt Hiob einen der schönsten Sätze der Bibel: „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und er wird zuletzt über dem Staube stehen. Und nachdem diese meine Hülle zerbrochen ist, alsdann werde ich, von meinem Fleische los, Gott schauen“.
Aus der Tiefe der Mutlosigkeit erhob sich Hiob zum festen Vertrauen auf Gottes Erbarmen. Hiob blickte hier auf die Wiederkunft Jesu, wenn der Erlöser auf der Erde stehen wird.
Hiob wünschte, seine Worte würden für immer aufgeschrieben (Hiob 19,23–24). Gott hat diesen Wunsch erfüllt: Seit über dreitausend Jahren lesen Menschen diese Worte.
Ellen G. White
From the depths of discouragement and despondency Job rose to the heights of implicit trust in the mercyZusammenfassung: Aus der Tiefe von Entmutigung und Verzweiflung erhob sich Hiob zur Höhe des völligen Vertrauens auf Gottes Erbarmen.
Für dich
Hiob konnte im tiefsten Leid sagen: „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt.“ Kannst du das heute auch sagen?