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Der Weg › Teil 2 › Hesekiel in Babylon

Schritt 3 von 18 · Hesekiel in Babylon

Die Herrlichkeit verlässt den Tempel

Hesekiel 8–11

Ganze Bibel: Schritt 381 von 790

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Was im Dunkeln geschieht

In einer Vision bringt Gott Hesekiel nach Jerusalem in den Tempel. Dort sieht er Götzenbilder, Älteste, die heimlich Räucherwerk vor Tierbildern opfern, und sagen: „Der HERR sieht uns nicht“. Frauen beweinen den Tammus (Hes 8,14), und Männer „kehrten dem Tempel des HERRN den Rücken, ihr Angesicht aber gegen Aufgang, und sie beteten gegen Aufgang die Sonne an“.

Tammus war ein babylonischer Gott der Vegetation, um dessen «Tod» im Sommer getrauert wurde. Gottes Volk betete in Gottes Haus fremde Götter an.

Ein Zeichen an der Stirn

Dann sieht Hesekiel einen Mann in Leinen mit Schreibzeug. Gott sagt: „mache ein Zeichen auf die Stirn der Leute, die da seufzen und jammern über die Greuel, die darinnen verübt werden“. Dann kommen die Männer des Gerichts: „Von denen aber, die das Zeichen tragen, rühret niemand an! Fanget aber bei meinem Heiligtum an!“

Ellen G. White sieht in dieser Vision auch ein Bild für das Ende der Zeit, wenn Gottes treues Volk versiegelt wird (Offb 7,3). Und sie schreibt ernst: Das Werk der Zerstörung beginnt bei denen, die sich als geistliche Hüter des Volkes ausgegeben haben.

Ellen G. White

The work of destruction begins among those who have professed to be the spiritual guardians of the people.
The Great Controversy, S. 656

Zusammenfassung: Das Werk der Vernichtung beginnt bei denen, die sich als geistliche Hüter des Volkes ausgegeben haben.

Gott zieht aus

Dann das Traurigste: Gottes Herrlichkeit verlässt Schritt für Schritt den Tempel. Zuerst geht sie zur Schwelle (Hes 9,3), dann „ging von der Schwelle des Tempels hinweg“, und schliesslich „stieg auf, mitten aus der Stadt, und blieb stehen auf dem Berge, der östlich von der Stadt liegt“, auf dem Ölberg.

Gott geht nicht plötzlich, sondern zögernd, als ob er auf Umkehr wartet. Ohne seine Gegenwart ist der Tempel nur noch ein Gebäude.

Und doch verspricht Gott den Verbannten: „Ich aber will ihnen ein einiges Herz geben und einen neuen Geist in eure Brust legen und will das steinerne Herz aus ihrem Leibe nehmen und ihnen ein fleischernes Herz geben“.

Für dich

Die Ältesten sagten: „Der HERR sieht uns nicht.“ Gibt es etwas, das du tust, weil du denkst, niemand sieht es? Gott sieht es, und er will dir helfen.

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BibeltextSchlachter 1951
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