2 Erklärung
Das Kind hüpft vor Freude
Maria macht sich auf den Weg zu Elisabeth, „eilends in das Gebirge, in eine Stadt in Juda“. Von Nazareth aus war das eine Reise von mehreren Tagen. Vielleicht suchte sie eine Frau, die verstehen konnte, was ihr geschehen war.
Kaum hört Elisabeth Marias Gruss, „hüpfte das Kind in ihrem Leibe; und Elisabeth ward mit heiligem Geist erfüllt“. Ohne dass Maria etwas erzählt hat, weiss Elisabeth Bescheid: „Und woher wird mir das zuteil, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ Schon ungeboren freut sich Johannes über Jesus.
Und Elisabeth lobt nicht nur Maria, sondern ihren Glauben: „Und selig ist, die geglaubt hat; denn es wird erfüllt werden, was ihr vom Herrn gesagt worden ist!“
Das Lied der Maria
Dann singt Maria ein Lied, das bis heute in vielen Kirchen gesungen wird. Nach seinem ersten lateinischen Wort heisst es «Magnificat»: „Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Retters“.
Maria nennt Gott ihren Retter. Sie weiss, dass auch sie selbst einen Retter braucht. Und sie staunt, dass Gott „angesehen hat die Niedrigkeit seiner Magd“.
Das Lied ist voller Worte aus dem Alten Testament, besonders aus dem Lied der Hanna (1. Sam 2,1–10). Maria kannte die Schrift gut. Und es singt von einem Gott, der die Welt auf den Kopf stellt: „Er hat Gewaltige von den Thronen gestoßen und Niedrige erhöht. Hungrige hat er mit Gütern gesättigt und Reiche leer fortgeschickt.“
Für dich
Elisabeth und Maria freuten sich gemeinsam über Gottes Wirken. Mit wem könntest du teilen, was Gott in deinem Leben tut?