2 Erklärung
Splitter und Balken
„Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!“ Jesus verbietet nicht, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Er warnt davor, über andere Menschen zu urteilen und ihnen böse Absichten zu unterstellen. Denn nur Gott kennt das Herz.
Dann ein Bild, über das die Zuhörer sicher lachen mussten: Einer will seinem Bruder einen kleinen Splitter aus dem Auge ziehen und hat selbst einen ganzen Balken im Auge. Wer schnell die Fehler anderer sieht, hat oft selbst den grössten Fehler: einen harten, lieblosen Geist.
Ellen G. White
When he thinks he has detected a flaw in the character or the life he is exceedingly zealous in trying to point it out; but Jesus declares that the very trait of character developed in doing this un-Christlike work, is, in comparison with the fault criticized, as a beam in proportion to a mote.Zusammenfassung: Wenn jemand glaubt, einen Fehler im Charakter oder Leben eines anderen entdeckt zu haben, ist er sehr eifrig, darauf hinzuweisen. Doch Jesus sagt: Die Haltung, die sich bei diesem lieblosen Tun zeigt, ist im Vergleich zum kritisierten Fehler wie ein Balken neben einem Splitter.
Bittet, suchet, klopfet an
„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan!“ Jesus vergleicht Gott mit einem Vater. Kein Vater gibt seinem hungrigen Kind einen Stein statt Brot. „wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten!“
Dann folgt die Goldene Regel: „Alles nun, was ihr wollt, daß die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso“. Jesus sagt, darin sei das ganze Gesetz und die Propheten zusammengefasst.
Ellen G. White
It was to those whom He had bidden to seek first the kingdom of God and His righteousness that Jesus gave the promise, “Ask, and ye shall receive.”Zusammenfassung: Gerade denen, die er aufgefordert hatte, zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit zu trachten, gab Jesus die Verheissung: Bittet, so werdet ihr empfangen.
Die enge Pforte
Jesus beschreibt zwei Wege. Der breite Weg ist bequem, viele gehen ihn, aber er „ins Verderben führt“. Die Pforte zum Leben ist eng, der Weg schmal. Für Stolz, Selbstsucht und Sünde ist darauf kein Platz.
Und doch ist dieser Weg für jeden offen. Niemand muss draussen bleiben, weil er zu schwach oder zu sündig wäre. Eng ist er nur für das, was wir ablegen müssen.
Ellen G. White
Though the path is so narrow, so holy that sin cannot be tolerated therein, yet access has been secured for all, and not one doubting, trembling soul need say, “God cares nought for me.”Zusammenfassung: Obwohl der Weg so schmal und so heilig ist, dass auf ihm keine Sünde geduldet werden kann, ist der Zugang doch für alle gesichert. Kein zweifelnder, zitternder Mensch muss sagen: Gott kümmert sich nicht um mich.
An ihren Früchten
Jesus warnt vor falschen Propheten, „welche in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind“. Woran erkennt man sie? „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“ Nicht an schönen Worten, sondern daran, ob ihr Leben und ihre Lehre mit Gottes Wort übereinstimmen.
Selbst grosse Taten sind kein sicherer Beweis. Manche werden sagen, sie hätten in Jesu Namen Wunder getan. Doch er wird antworten: „Ich habe euch nie gekannt“. Was zählt, ist nicht, wie fromm man redet, sondern „wer den Willen meines Vaters im Himmel tut“.
Fels oder Sand
Zum Schluss erzählt Jesus von zwei Männern, die ein Haus bauen. Der eine baut auf Felsen, der andere auf Sand. Bei schönem Wetter sieht man keinen Unterschied. Doch in Israel kommen im Winter heftige Regenfälle. Ausgetrocknete Bachbetten verwandeln sich in wenigen Minuten in reissende Ströme. Ein Haus, das im trockenen Sand eines solchen Tals steht, wird weggespült.
Der kluge Mann ist der, „der diese meine Worte hört und sie tut“. Nicht das Hören allein, sondern das Tun macht den Unterschied. Die Stürme des Lebens kommen für jeden. Wer sein Leben auf Jesus und sein Wort baut, bleibt stehen.
Die Zuhörer waren tief bewegt. „Denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.“
Für dich
Du hast jetzt die ganze Bergpredigt gelesen. Welcher Satz hat dich am meisten angesprochen? Fang heute an, genau diesen einen Satz zu tun. So baust du auf den Felsen.