BibelverstehenGebet

Der Weg › Teil 3 › Jesus in Galiläa

Schritt 10 von 34 · Jesus in Galiläa

Die Zwölf

Markus 3,13–35

Ganze Bibel: Schritt 479 von 789

Hintergrund

Bisher folgten Jesus viele Jünger. Jetzt wählt er aus ihnen zwölf aus, die immer bei ihm sein sollen. Er tut es auf einem Berg nahe beim See Genezareth. Gleich danach hält er dort die Bergpredigt.

1

Lies jetzt: Markus 3,13–35

Lies zuerst den Bibeltext. Die Erklärung steht gleich danebendarunter.

Zur Erklärung springen ↓

2 Erklärung

Damit sie bei ihm wären

„Und er verordnete zwölf, daß sie bei ihm wären und daß er sie aussendete zu predigen“. Zuerst sollten sie bei ihm sein. Erst wer Zeit mit Jesus verbringt, kann anderen von ihm erzählen.

Zwölf ist keine zufällige Zahl. Israel hatte zwölf Stämme, die von den zwölf Söhnen Jakobs abstammten. Die zwölf Apostel sind der Anfang eines neuen Volkes Gottes. Im himmlischen Jerusalem stehen ihre Namen auf den Grundsteinen der Stadtmauer (Offb 21,14).

Ellen G. White

As in the Old Testament the twelve patriarchs stand as representatives of Israel, so the twelve apostles were to stand as representatives of the gospel church.
The Desire of Ages, S. 291

Zusammenfassung: Wie im Alten Testament die zwölf Stammväter Israel vertreten, so sollten die zwölf Apostel die Gemeinde des Evangeliums vertreten.

Ganz verschiedene Menschen

Die Liste ist bunt. Vier Fischer, darunter Jakobus und Johannes, die Jesus „Boanerges, das heißt Donnersöhne“ nannte, weil sie aufbrausend waren. Matthäus, der Zöllner, der für die Römer gearbeitet hatte. Und „Simon den Kananäer“, Lukas nennt ihn Zelotes (Lk 6,15). Die Zeloten waren Freiheitskämpfer, die die Römer mit Gewalt vertreiben wollten. Ein Zöllner und ein Zelot im selben Kreis: Nur Jesus konnte solche Gegensätze zusammenhalten.

Und am Ende steht „Judas Ischariot, der ihn auch verriet“. Jesus wusste, was in Judas war. Trotzdem nahm er ihn auf und gab ihm jede Gelegenheit, sich zu ändern.

Ellen G. White

If he would open his heart to Christ, divine grace would banish the demon of selfishness, and even Judas might become a subject of the kingdom of God.
The Desire of Ages, S. 294

Zusammenfassung: Wenn er sein Herz Christus geöffnet hätte, hätte die göttliche Gnade den Dämon der Selbstsucht vertrieben, und selbst Judas hätte ein Bürger des Reiches Gottes werden können.

Er ist von Sinnen!

Jesus arbeitet so viel, dass er nicht einmal zum Essen kommt. Seine Verwandten meinen: „Er ist von Sinnen!“ und wollen ihn nach Hause holen. Die Schriftgelehrten aus Jerusalem behaupten sogar, er treibe die Dämonen mit Hilfe Satans aus. Mehr darüber liest du später bei Matthäus.

Jesus antwortet mit einem Bild: Niemand kann in das Haus eines Starken eindringen, „es sei denn, er binde zuvor den Starken“. Satan ist der Starke, der die Menschen gefangen hält. Jesus ist stärker. Jede Befreiung zeigt, dass er Satan besiegt.

Meine Mutter und meine Brüder

Als seine Mutter und seine Brüder draussen nach ihm fragen, schaut Jesus die Menschen an, die um ihn sitzen: „Siehe da, meine Mutter und meine Brüder!“ „Denn wer den Willen Gottes tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“

Jesus wendet sich damit nicht von seiner Familie ab. Er zeigt aber, dass es eine noch tiefere Familie gibt: alle, die Gott folgen. Wer allein ist oder deren Familie den Glauben nicht teilt, darf wissen: Bei Jesus gehörst du zur Familie.

Für dich

Jesus wählte keine perfekten Menschen, sondern ganz unterschiedliche, mit Ecken und Kanten. Er möchte auch dich in seiner Nähe haben, so wie du bist, und dich verändern.

Zur Übersicht «Jesus in Galiläa» (Schritt 10 von 34)

BibeltextSchlachter 1951
Ganzes Kapitel lesen