2 Erklärung
Eine Frau mit Tränen
Plötzlich kommt eine Frau herein, „eine Sünderin“, die in der ganzen Stadt einen schlechten Ruf hatte. Sie bringt „eine alabasterne Flasche voll Salbe“, eine kostbare Duftsalbe in einem Gefäss aus . Sie tritt hinter Jesus, weint, und ihre Tränen fallen auf seine Füsse. Sie trocknet sie mit ihren Haaren, küsst sie und salbt sie.
Für eine Frau war es damals beschämend, in der Öffentlichkeit das Haar zu lösen. Diese Frau dachte nicht an ihren Ruf. Sie dachte nur an Jesus, der ihr Vergebung geschenkt hatte.
Zwei Schuldner
Simon denkt: Wenn Jesus ein Prophet wäre, wüsste er, was für eine Frau das ist. Jesus weiss es, und er weiss auch, was Simon denkt. Er erzählt ihm eine kleine Geschichte von zwei Schuldnern. Der eine schuldet fünfhundert Denare, der andere fünfzig. Ein Denar war der Lohn für einen Tag Arbeit. Beiden wird die Schuld erlassen. „Welcher von ihnen wird ihn nun am meisten lieben?“
Simon muss zugeben: der, dem mehr geschenkt wurde. Damit hat er sich selbst das Urteil gesprochen. Simon meinte, er habe nur wenig Schuld. Darum liebte er auch wenig. Er hatte Jesus nicht einmal die üblichen Ehren erwiesen: kein Wasser für die staubigen Füsse, keinen Kuss zur Begrüssung, kein Öl für den Kopf.
Ellen G. White
By the two debtors of the parable, Simon and the woman were represented.Zusammenfassung: Die beiden Schuldner im Gleichnis standen für Simon und die Frau.
Gehe hin in Frieden
„ihre vielen Sünden sind vergeben worden, denn sie hat viel Liebe erwiesen; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig“. Die Frau wurde nicht vergeben, weil sie so viel liebte. Sie liebte so viel, weil ihr so viel vergeben war. Ihre Tränen waren Tränen der Dankbarkeit.
Dann sagt Jesus zu ihr selbst: „Dein Glaube hat dich gerettet; gehe hin in Frieden!“ Vor allen Leuten, die sie verachteten, stellte er sich auf ihre Seite.
Ellen G. White
“Seest thou this woman?”Zusammenfassung: Siehst du diese Frau?
Für dich
Je mehr du verstehst, wie viel Gott dir vergeben hat, desto mehr wirst du ihn lieben. Niemand ist zu schlecht für seine Vergebung, und niemand ist so gut, dass er sie nicht braucht.