2 Erklärung
Einer, der sich nicht verbeugt
Der König befördert „Haman, den Sohn Hamedatas, den Agagiter“. Agag war der König der Amalekiter, der Erzfeinde Israels (1. Samuel 15,8). Alle verbeugen sich vor Haman, „Aber Mardochai beugte die Knie nicht und fiel nicht nieder“. Er verehrte nur Gott.
Haman ist so gekränkt, dass ihm Mardochai allein nicht genügt: „trachtete Haman darnach, alle Juden im ganzen Königreich des Ahasveros, die Volksgenossen Mardochais, zu vertilgen“.
Durch Haman, einen skrupellosen Mann in hoher Stellung, wirkte Satan, um Gottes Absichten zu durchkreuzen. Satan selbst, der verborgene Anstifter, wollte die Menschen von der Erde tilgen, die die Erkenntnis des wahren Gottes bewahrten.
Ellen G. White
Through Haman the Agagite, an unscrupulous man high in authority in Medo-Persia, Satan worked at this time to counterwork the purposes of God.Zusammenfassung: Durch Haman, den Agagiter, einen skrupellosen Mann in hoher Stellung in Medo-Persien, wirkte Satan damals, um Gottes Absichten entgegenzuwirken.
Ellen G. White
Satan himself, the hidden instigator of the scheme, was trying to rid the earth of those who preserved the knowledge of the true God.Zusammenfassung: Satan selbst, der verborgene Anstifter des Plans, versuchte, die Erde von denen zu befreien, die die Erkenntnis des wahren Gottes bewahrten.
Ihr Gesetz ist anders
Haman wirft das Los, auf Persisch «Pur», um den besten Tag für den Völkermord zu finden (Est 3,7). Dann verleumdet er die Juden beim König: „Es gibt ein Volk, das lebt zerstreut und abgesondert unter allen Völkern in allen Provinzen deines Königreichs, und ihr Gesetz ist anders als dasjenige aller Völker“.
Der Befehl geht in alle Provinzen: „daß man alle Juden vertilgen, erwürgen und umbringen solle, Junge und Alte, Kinder und Frauen, an einem Tage“. „Da war auch in allen Provinzen, wo immer des Königs Wort und Gebot hinkam, unter den Juden große Klage und Fasten und Weinen und Leidtragen“.
Wer weiss?
Ester zögert: Wer ungerufen zum König geht, wird getötet, es sei denn, der König streckt ihm das Zepter entgegen. Mardochai antwortet: „Denn wenn du unter diesen Umständen schweigst, so wird den Juden von einer andern Seite her Trost und Rettung erstehen, du aber und deines Vaters Haus werden umkommen. Und wer weiß, ob du nicht um dieser Umstände willen zum Königtum gekommen bist?“
Ester entscheidet sich: „fastet für mich, drei Tage lang bei Tag und Nacht“. „Komme ich um, so komme ich um!“ Ellen G. White schreibt: Die Pläne des Feindes wurden durch eine Macht vereitelt, die unter den Menschen regiert. Ester und Mardochai wussten, dass alle eigene Mühe nichts nützt, wenn Gott nicht eingreift. Darum suchte Ester zuerst Gott.
Ellen G. White
But the plots of the enemy were defeated by a Power that reigns among the children of men.Zusammenfassung: Aber die Pläne des Feindes wurden von einer Macht vereitelt, die unter den Menschenkindern regiert.
Gedankenspiel: keine Lehre der BibelWas wäre, wenn …? Ester hätte geschwiegenAntippen zum Lesen
Was wäre passiert, wenn Ester Angst gehabt und geschwiegen hätte? Mardochai sagt es selbst: Dann „wird den Juden von einer andern Seite her Trost und Rettung erstehen“. Gottes Plan wäre nicht gescheitert. Aus diesem Volk sollte ja der Messias kommen, und Gott hält sein Wort.
Wie diese «andere Seite» ausgesehen hätte, wissen wir nicht, und die Bibel spekuliert nicht darüber. Aber der Satz zeigt etwas Wichtiges: Gott braucht uns nicht, und doch lädt er uns ein, mitzumachen. Ester hätte nicht Gottes Plan verhindert, sondern nur ihre eigene Rolle darin verpasst.
Für dich
„Wer weiss, ob du nicht für eine Zeit wie diese hier bist?“ Gibt es eine Situation, in der Gott dich gerade jetzt braucht, auch wenn es Mut kostet?