2 Erklärung
Zwei Städte, zwei Welten
Schon der erste Vers zeigt das grosse Thema des ganzen Buches: den Kampf zwischen Jerusalem, der Stadt Gottes, und Babylon, der Stadt der Menschen. Hinter dem Krieg der Könige steht der grosse Kampf zwischen Christus und Satan. Nebukadnezar bringt sogar die Geräte aus Gottes Tempel „in das Haus seines Gottes“.
Warum liess Gott das zu? Er hatte sein Volk jahrhundertelang durch die Propheten gewarnt (2. Chronik 36,15–16). Und doch machte er aus der Niederlage einen Sieg: Gerade in Babylon sollten Daniel und seine Freunde zeigen, wer der wahre Gott ist.
In Babylon zählte, was man von aussen sah: jung, gesund, schön, klug, begabt (Dan 1,4). Der König war das Mass aller Dinge. In Jerusalem sollte Gott das Mass sein, und es zählte, was im Herzen ist.
Neue Namen, neue Götter?
Die vier bekommen neue Namen. Ihre hebräischen Namen erzählten von Gott: Daniel heisst «Gott ist mein Richter», Hananja «Gott ist gnädig», Mischael «Wer ist wie Gott?» und Asarja «Gott hilft». Die neuen Namen erinnern an babylonische Götter: Beltsazar etwa an den Gott Bel.
Der König zwang sie nicht, ihren Glauben aufzugeben. Aber er hoffte, sie Schritt für Schritt dazu zu bringen, mit neuen Namen, neuer Sprache und neuem Essen.
Ellen G. White
The king did not compel the Hebrew youth to renounce their faith in favor of idolatry, but he hoped to bring this about gradually.Zusammenfassung: Der König zwang die hebräischen Jünglinge nicht, ihren Glauben zugunsten des Götzendienstes aufzugeben, aber er hoffte, dies nach und nach zu erreichen.
Daniel nimmt sich etwas vor
Die Speise vom Tisch des Königs war den Göttern Babylons geweiht, und Wein schwächt Körper und Geist. „Daniel aber nahm sich vor, sich mit des Königs feiner Speise und mit dem Weine, den er trank, nicht zu verunreinigen“.
Er rebelliert nicht, sondern bittet höflich um einen Versuch: „Versuche es doch zehn Tage lang mit deinen Knechten, daß man uns Gemüse zu essen und Wasser zu trinken gebe“. Und Gott hilft: „Und Gott gab Daniel Gnade und Barmherzigkeit vor dem obersten Kämmerer.“
Gottes Zustimmung war Daniel lieber als die Gunst des mächtigsten Herrschers der Welt, lieber als das Leben selbst. Sie wollten nicht auffallen, aber lieber auffallen als Gott verunehren.
Ellen G. White
The approval of God was dearer to him than the favor of the most powerful earthly potentate—dearer than life itself.Zusammenfassung: Gottes Zustimmung war ihm lieber als die Gunst des mächtigsten irdischen Herrschers, lieber als das Leben selbst.
Ellen G. White
They did not choose to be singular, but they would be so rather than dishonor God.Zusammenfassung: Sie wollten nicht absichtlich auffallen, aber lieber auffallen, als Gott zu verunehren.
Zehnmal klüger
Nach zehn Tagen sehen die vier gesünder aus als alle anderen (Dan 1,15). „Und Gott gab diesen vier Jünglingen Kenntnis und Verständnis für allerlei Schriften und Weisheit“. Der König findet sie „zehnmal geschickter als alle Schriftkundigen und Wahrsager“.
Ellen G. White: Sie beteten im Glauben um Weisheit, und sie lebten ihre Gebete. Gerade die Treue im Kleinen gab ihrem ganzen Leben die Richtung.
Ellen G. White
In faith they prayed for wisdom, and they lived their prayers.Zusammenfassung: Im Glauben beteten sie um Weisheit, und sie lebten ihre Gebete.
Ellen G. White
It was faithfulness in little things that gave complexion to their whole life.Zusammenfassung: Die Treue in kleinen Dingen prägte ihr ganzes Leben.
Für dich
Daniels grosse Treue begann mit einer kleinen Entscheidung beim Essen. Welche kleine Entscheidung für Gott kannst du heute treffen?