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Der Weg › Teil 1 › Abraham, der Freund Gottes

Schritt 10 von 17 · Abraham, der Freund Gottes

Der Untergang von Sodom

1. Mose 19

Ganze Bibel: Schritt 29 von 792

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Lies jetzt: 1. Mose 19

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2 Erklärung

Die schönste Stadt

Ellen G. White beschreibt Sodom als die schönste Stadt der Jordanebene, mit Palmen, Oliven, Wein, Blumen das ganze Jahr, Reichtum und Handel. Aber der Wohlstand machte die Menschen stolz und faul.

Der Prophet Hesekiel sagt, was die Sünde Sodoms war: „Hoffart, Sattheit und sorglose Ruhe ward ihr und ihren Töchtern zuteil; aber dem Armen und Dürftigen reichten sie nie die Hand“. Dazu kamen Gewalt und schlimmste Unmoral.

Ellen G. White

Fairest among the cities of the Jordan Valley was Sodom
Patriarchs and Prophets, S. 156

Zusammenfassung: Sodom war die schönste unter den Städten der Jordanebene.

Lot nimmt die Fremden auf

Am Abend kommen zwei Engel nach Sodom. Lot sitzt im Tor und lädt sie sofort zu sich ein (1. Mose 19,1–3). Lot erkannte nicht, wer sie waren, aber Gastfreundschaft war für ihn selbstverständlich. Das hatte er von Abraham gelernt.

In der Nacht umringen die Männer der Stadt das Haus und wollen den Fremden Gewalt antun (1. Mose 19,4–5).

Ellen G. White

Lot did not know their true character, but politeness and hospitality were habitual with him
Patriarchs and Prophets, S. 158

Zusammenfassung: Lot erkannte nicht, wer sie wirklich waren, aber Höflichkeit und Gastfreundschaft waren ihm zur Gewohnheit geworden.

Wie konnte Lot seine Töchter anbieten?

Wer das liest, ist vielleicht entsetzt: Lot bietet der Menge seine eigenen Töchter an, um die Gäste zu schützen (1. Mose 19,8). Wie kann ein Vater so etwas tun?

Das war furchtbar falsch, und die Bibel lobt es nicht. Sie berichtet nur, was geschah. Es zeigt, wie sehr das Leben in Sodom Lots Denken schon verdorben hatte.

Gott griff ein: Die Engel zogen Lot ins Haus und schlugen die Männer mit Blindheit (1. Mose 19,10–11). Niemand kam zu Schaden. Die Bibel erzählt solche Geschichten nicht, damit wir sie nachmachen, sondern damit wir sehen, wohin Sünde führt.

Flieh und schau nicht zurück

Die Engel sagen Lot, dass die Stadt vernichtet wird. Lot warnt seine Schwiegersöhne, aber „es kam seinen Tochtermännern vor, als scherze er“.

Am Morgen zögert Lot noch immer. Da nehmen ihn die Engel bei der Hand, „weil der HERR ihn verschonen wollte“, und führen ihn mit seiner Frau und den beiden Töchtern hinaus. Die Gnade, die so lange missachtet worden war, hatte für Sodom aufgehört. Aber nicht für Lot.

Dann der Befehl: „Errette deine Seele und siehe nicht hinter dich“. Doch Lots Frau schaut zurück und wird zur Salzsäule (1. Mose 19,26). Ihr Körper war auf der Flucht, aber ihr Herz hing an Sodom. Jesus selbst warnt: „Gedenket an Lots Weib!“

Ellen G. White

mercy, so long slighted, had at last ceased its pleading.
Patriarchs and Prophets, S. 159

Zusammenfassung: Die so lange missachtete Gnade hatte schliesslich aufgehört zu bitten.

Ellen G. White

While her body was upon the plain, her heart clung to Sodom, and she perished with it.
Patriarchs and Prophets, S. 161

Zusammenfassung: Während ihr Körper auf der Ebene war, hing ihr Herz an Sodom, und sie ging mit ihm unter.

Gott gedenkt an Abraham

Es gab keine zehn Gerechten in Sodom. Aber die Bibel sagt: „da gedachte Gott an Abraham, und er führte Lot mitten aus dem Verderben“. Abrahams Gebet war nicht umsonst.

Das traurige Ende Lots

Lot lebt am Ende mit seinen Töchtern in einer Höhle. Die Töchter machen ihren Vater betrunken und bekommen von ihm Kinder: Moab und Ben-Ammi, die Väter der Moabiter und Ammoniter (1. Mose 19,30–38).

Die Töchter hatten in Sodom gelernt, Gut und Böse nicht mehr zu unterscheiden. Lot hatte das schöne Land gewählt und am Ende fast alles verloren. Der Vergleich mit Abraham könnte nicht grösser sein.

Ellen G. White

sinful conduct of his daughters was the result of the evil associations of that vile place.
Patriarchs and Prophets, S. 167

Zusammenfassung: Das sündige Verhalten seiner Töchter war die Folge des schlechten Umgangs in jener verdorbenen Stadt.

Wissenswert: Das Tote Meer

Sodom lag in der Gegend des heutigen Toten Meeres. Die Bibel sagt, das Tal Siddim sei dort, „wo jetzt das Salzmeer ist“, und es hatte „viele Asphaltgruben“.

Das ist der tiefste Ort auf dem Festland der Erde, über 400 Meter unter dem Meeresspiegel. Sein Wasser ist fast zehnmal salziger als das Meer, darum lebt darin kaum etwas, und man kann darauf liegen, ohne unterzugehen. Bis heute treiben dort manchmal Asphaltklumpen an die Oberfläche.

Am Südufer liegt der Berg Sodom, ein Berg fast ganz aus Salz. Dort gibt es eine Salzsäule, die man «Lots Frau» nennt.

Für dich

Lots Frau schaute zurück, weil ihr Herz an Sodom hing. Woran hängt dein Herz so sehr, dass es dich von Gott zurückhalten könnte?

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BibeltextSchlachter 1951
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