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Der Weg › Teil 1 › Abraham, der Freund Gottes

Schritt 6 von 17 · Abraham, der Freund Gottes

Hagar und der Gott, der mich sieht

1. Mose 16

Ganze Bibel: Schritt 25 von 792

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Lies jetzt: 1. Mose 16

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2 Erklärung

Ungeduld

Zehn Jahre sind vergangen, und Sarai hat immer noch kein Kind. Sie schlägt Abram vor, mit ihrer Magd Hagar ein Kind zu bekommen (1. Mose 16,2–3).

Abram hatte Gottes Versprechen geglaubt, aber er wartete nicht darauf, dass Gott es auf seine Weise und zu seiner Zeit erfüllt. Er wollte Gott nachhelfen.

Ellen G. White

Abraham had accepted without question the promise of a son, but he did not wait for God to fulfill His word in His own time and way.
Patriarchs and Prophets, S. 145

Zusammenfassung: Abraham hatte das Versprechen eines Sohnes ohne Zweifel angenommen, aber er wartete nicht darauf, dass Gott sein Wort zu seiner Zeit und auf seine Weise erfüllt.

War das damals normal?

Wer das liest, denkt vielleicht: Wie kann Sarai so etwas vorschlagen? Und warum macht Abram mit?

Damals war das in der Umgebung üblich, aber das macht es nicht richtig. Gott hatte die Ehe für einen Mann und eine Frau geschaffen (1. Mose 2,24). Die Folgen zeigen, wie viel Leid daraus entstand.

Die Vielehe war so verbreitet, dass man sie nicht mehr als Sünde ansah. Trotzdem war sie gegen Gottes Gesetz und zerstörte den Frieden in der Familie. So kam es auch hier: Hagar wurde stolz, Sarai wurde eifersüchtig und hart, und Hagar floh.

Ellen G. White

Polygamy had become so widespread that it had ceased to be regarded as a sin, but it was no less a violation of the law of God
Patriarchs and Prophets, S. 145

Zusammenfassung: Die Vielehe war so verbreitet, dass man sie nicht mehr als Sünde ansah; doch sie blieb eine Übertretung von Gottes Gesetz.

Wissenswert: Alte Verträge zeigen diesen Brauch

In der Stadt Nuzi im heutigen Irak haben Archäologen Tontafeln aus der Zeit um 1500 v. Chr. gefunden. Darin stehen Eheverträge, in denen festgelegt ist: Wenn die Frau keine Kinder bekommt, soll sie ihrem Mann eine Magd geben. Genau so handelt Sarai. Die Bibel beschreibt also die Bräuche jener Zeit sehr genau.

Der Gott, der mich sieht

Hagar ist allein in der Wüste, eine schwangere Magd ohne Schutz. Und genau dort findet sie der Engel des HERRN (1. Mose 16,7). Er fragt sie: „Hagar, Sarais Magd, wo kommst du her, und wo willst du hin?“

Gott verspricht ihr einen Sohn und viele Nachkommen. Den Sohn soll sie Ismael nennen, das bedeutet «Gott hört», „weil der HERR dein Jammern erhört hat“.

Und Hagar gibt Gott einen Namen: „Du bist «der Gott, der mich sieht»!“ Eine fremde Magd, die niemand beachtet, erlebt: Gott sieht mich.

Für dich

Hagar fühlte sich allein und übersehen, aber Gott sah sie. Wo brauchst du heute die Gewissheit: Gott sieht mich?

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BibeltextSchlachter 1951
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