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Der Weg › Teil 1 › Wie alles begann

Schritt 4 von 7 · Wie alles begann

Der Garten Eden

1. Mose 2,4–25

Ganze Bibel: Schritt 4 von 792

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Lies jetzt: 1. Mose 2,4–25

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2 Erklärung

Was hier geschieht

Kapitel 2 erzählt den sechsten Tag noch einmal genauer, wie mit einer Lupe. Gott formt den Menschen aus Staub von der Erde und bläst ihm den „Odem des Lebens“ ein. So wird der Mensch lebendig: durch Gottes Atem.

Gott pflanzt einen Garten in Eden und gibt dem Menschen eine Aufgabe: den Garten zu bauen und zu bewahren (1. Mose 2,15). Arbeit gehört also von Anfang an zum guten Leben dazu.

Die vier Flüsse

Aus Eden fliesst ein Strom, der den Garten bewässert und sich dann in vier Hauptströme teilt (1. Mose 2,10). Zwei davon kennen wir bis heute: „Der vierte Strom ist der Euphrat.“ Und Hidekel ist der hebräische Name für den Tigris. Der Prophet Daniel stand später „am Ufer des großen Stromes Hiddekel“. Euphrat und Tigris fliessen heute durch den Irak und münden in den Persischen Golf.

Pison und Gichon kennt man heute nicht mehr. Kusch ist in der Bibel meist das Land südlich von Ägypten, im heutigen Sudan. Chavila wird in Arabien vermutet (1. Mose 25,18). Forscher haben auf Satellitenbildern ein ausgetrocknetes, früher sehr breites Flussbett entdeckt, das quer durch Arabien bis nach Kuwait führt, und manche sehen darin den Pison. Sicher sagen kann man es nicht.

Warum passt die heutige Landkarte nicht genau? Heute entspringen Euphrat und Tigris in den Bergen der Türkei aus verschiedenen Quellen und nicht aus einem einzigen Strom. Bei der Sintflut wurde die ganze Oberfläche der Erde verändert. Den Garten Eden kann man darum nicht mehr auf einer heutigen Karte finden. Vermutlich gaben Noahs Nachkommen später neuen Flüssen die alten, vertrauten Namen.

Ellen G. White

The entire surface of the earth was changed at the Flood.
Patriarchs and Prophets, S. 107

Zusammenfassung: Die ganze Oberfläche der Erde wurde bei der Sintflut verändert.

Das gute Gold

Vom Land Chavila heisst es: „und das Gold desselbigen Landes ist gut“. «Gut» bedeutet hier: rein und von bester Qualität. Dort gab es auch Bedolach, wohl ein wohlriechendes, durchsichtiges Harz. Später heisst es, das Manna in der Wüste sah aus „wie Bedellion“. Und es gab den Edelstein Schoham, oft mit «Onyx» übersetzt.

Warum erwähnt die Bibel das? Sie zeigt, wie reich und schön Gott die Erde für die Menschen gemacht hatte. Und dieselben Schätze tauchen später im Heiligtum wieder auf: Der trug auf seinen Schultern zwei „Schohamsteine“ mit den Namen der Stämme Israels, und für den Tempel sammelte David Gold und „Schohamsteine“. Der Garten Eden war der erste Ort, an dem Gott mit den Menschen zusammen war, und das Heiligtum sollte daran erinnern.

Vor der Sintflut gab es Gold, Silber und Edelsteine in Fülle. Doch die Menschen machten sie zu Götzen. Bei der Flut wurden diese Schätze tief unter Erde und Felsen begraben und vor den Menschen verborgen.

Ellen G. White

By the same means the silver and gold, the choice wood and precious stones, which had enriched and adorned the world before the Flood, and which the inhabitants had idolized, were concealed from the sight and search of men
Patriarchs and Prophets, S. 108

Zusammenfassung: Auf dieselbe Weise wurden Silber und Gold, das edle Holz und die Edelsteine, die die Welt vor der Sintflut bereichert und geschmückt hatten und die die Menschen vergöttert hatten, vor ihren Augen und ihrem Suchen verborgen.

Ein einziges Verbot

Im Garten stehen zwei besondere Bäume: der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Von allen Bäumen dürfen die Menschen essen, nur von diesem einen nicht (1. Mose 2,16–17).

Gott hat den Menschen frei geschaffen. Liebe kann man nicht erzwingen. Der Baum gab dem Menschen die Möglichkeit, sich aus freiem Willen für Gott zu entscheiden.

Nicht allein

Zum ersten Mal sagt Gott, dass etwas nicht gut ist: „Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei“. Adam gibt allen Tieren Namen, aber keines ist wie er: „für den Menschen fand sich keine Gehilfin, die ihm entsprochen hätte“.

Der Mensch wurde nicht für die Einsamkeit geschaffen. Selbst die Gemeinschaft mit den Engeln hätte ihm nicht genügt. Er brauchte jemanden von seiner Art, den er lieben konnte und der ihn liebte.

Ellen G. White

Man was not made to dwell in solitude; he was to be a social being.
Patriarchs and Prophets, S. 46

Zusammenfassung: Der Mensch wurde nicht für das Alleinsein geschaffen; er sollte in Gemeinschaft leben.

Aus Adams Seite

Gott lässt Adam in einen tiefen Schlaf fallen, nimmt „eine seiner Rippen“ und baut daraus die Frau. Adam erkennt sofort: „Das ist nun einmal Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch!“

Warum gerade aus der Seite? Ellen G. White erklärt es so: Eva sollte nicht als Haupt über Adam herrschen. Sie sollte auch nicht unter seinen Füssen stehen, als wäre sie weniger wert. Sie sollte gleichwertig an seiner Seite stehen, von ihm geliebt und beschützt.

Gott hat also nicht den Mann über die Frau gesetzt. Beide tragen sein Bild (1. Mose 1,27). Dass die Frau dem Mann untergeordnet wurde, kam erst als Folge der Sünde (1. Mose 3,16). So hatte Gott es nicht geschaffen.

Ellen G. White

Eve was created from a rib taken from the side of Adam, signifying that she was not to control him as the head, nor to be trampled under his feet as an inferior, but to stand by his side as an equal, to be loved and protected by him.
Patriarchs and Prophets, S. 46

Zusammenfassung: Eva wurde aus der Seite Adams genommen: Sie sollte weder über ihm stehen noch unter ihm, sondern ihm gleichwertig an seiner Seite stehen, geliebt und beschützt.

Ellen G. White

In the creation God had made her the equal of Adam.
Patriarchs and Prophets, S. 58

Zusammenfassung: In der Schöpfung hatte Gott Eva Adam gleichgestellt.

Die erste Ehe

Gott selbst führt die Frau zu Adam. Das ist die erste Hochzeit, und Gott hat sie gefeiert. „Darum wird der Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen“. Jesus beruft sich später genau auf diese Stelle (Mt 19,4–6).

Ellen G. White nennt die Ehe eines der ersten Geschenke Gottes an den Menschen und eine der zwei Einrichtungen, die Adam nach dem Sündenfall aus dem Paradies mitnahm.

Ellen G. White

God celebrated the first marriage.
Patriarchs and Prophets, S. 46

Zusammenfassung: Gott selbst hat die erste Hochzeit gefeiert.

Ellen G. White

it was one of the first gifts of God to man, and it is one of the two institutions that, after the Fall, Adam brought with him beyond the gates of Paradise.
Patriarchs and Prophets, S. 46

Zusammenfassung: Die Ehe war eines der ersten Geschenke Gottes an den Menschen und eine der zwei Einrichtungen, die Adam nach dem Sündenfall aus dem Paradies mitnahm.

Für dich

Gott sagt: Allein sein ist nicht gut. Wo fühlst du dich allein, und für wen könntest du heute da sein?

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