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Der Weg › Teil 1 › Samuel und Saul

Schritt 1 von 19 · Samuel und Saul

Hanna betet um ein Kind

1. Samuel 1–2,11

Ganze Bibel: Schritt 187 von 790

Hintergrund

Die Richterzeit geht zu Ende. Das Heiligtum steht in Silo, der alte Eli ist Hoherpriester. Israel ist geistlich müde. In diese Zeit hinein schenkt Gott einen Propheten, und alles beginnt mit dem Gebet einer traurigen Frau.

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Lies jetzt: 1. Samuel 1–2,11

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2 Erklärung

Hannas Kummer

Elkana hat zwei Frauen. Peninna hat Kinder, Hanna nicht. Jahr für Jahr kränkt Peninna sie, „daß sie weinte und nichts aß“. Elkana liebt Hanna und fragt: „Bin ich dir nicht besser als zehn Söhne?“

Die Bibel zeigt hier ehrlich, wie viel Leid die Vielehe bringt. Gott hatte die Ehe für einen Mann und eine Frau geschaffen (1. Mose 2,24).

Hanna schlägt nicht zurück. Hanna machte keine Vorwürfe. Die Last, die sie mit keinem Freund auf Erden teilen konnte, warf sie auf Gott.

Ellen G. White

The burden which she could share with no earthly friend she cast upon God.
Patriarchs and Prophets, S. 570

Zusammenfassung: Die Last, die sie mit keinem Freund auf Erden teilen konnte, warf sie auf Gott.

Ein Gebet ohne Worte

Im Heiligtum betet Hanna nur mit den Lippen, ohne Stimme. Eli meint, sie sei betrunken. Sie antwortet: „ich habe mein Herz vor dem HERRN ausgeschüttet“.

Sie verspricht: Wenn Gott ihr einen Sohn schenkt, „so will ich ihn dem Herrn geben sein Leben lang“. Eli segnet sie, und ihr Gesicht ist nicht mehr traurig (1. Samuel 1,18). Sie hat ihre Last abgegeben, bevor die Antwort da war.

Dem HERRN geliehen

Gott erhört Hanna. Sie nennt den Sohn Samuel, «von Gott erbeten». Als er entwöhnt ist, bringt sie ihn nach Silo: „Darum leihe ich ihn auch dem HERRN; alle Tage seines Lebens sei er dem HERRN geliehen!“

Das war ein grosses Opfer. Aber Hanna nutzte die wenigen Jahre gut. Ellen G. White beschreibt, wie sie ihr Kind in den ersten Jahren lehrte, Gott zu lieben und zu ehren. Jedes Jahr nähte sie ihm ein kleines Oberkleid (1. Samuel 2,19), und jede Faser davon war mit einem Gebet gewoben.

Ellen G. White

Every fiber of the little garment had been woven with a prayer that he might be pure, noble, and true.
Patriarchs and Prophets, S. 572

Zusammenfassung: Jede Faser des kleinen Kleides war mit dem Gebet gewoben, dass er rein, edel und treu werden möge.

Hannas Lied

Hanna singt: „Mein Herz freut sich am HERRN“ und „es ist kein Fels wie unser Gott!“ Gott dreht die Verhältnisse um: „Er erhebt den Geringen aus dem Staub und erhöht den Armen aus dem Kot“.

Am Ende spricht Hanna zum ersten Mal in der Bibel von Gottes «Gesalbtem» (1. Samuel 2,10), auf Hebräisch «Messias». Viele hundert Jahre später singt Maria ein ganz ähnliches Lied (Lk 1,46–55).

Wissenswert: Das Heiligtum in Silo

Hanna bringt den kleinen Samuel „in das Haus des HERRN nach Silo“. Dort stand seit Josua die Stiftshütte. Der Hügel von liegt in den Bergen Ephraim, etwa 30 Kilometer nördlich von Jerusalem.

Bei Ausgrabungen fand man dort grosse Vorratskrüge und viele Knochen von Tieren, die nach dem Gesetz geopfert werden durften. Und man fand Spuren eines grossen Brandes. Das passt zu dem, was Jeremia später sagt: „geht doch hin zu meiner Stätte in Silo, wo ich zuerst meinen Namen wohnen ließ, und seht, wie ich mit ihr verfahren bin“. Silo wurde zerstört, wohl kurz nachdem die Philister die Bundeslade erbeutet hatten.

Für dich

Hanna hat ihr Herz vor Gott ausgeschüttet. Welche Last kannst du heute ihm geben, auch wenn die Antwort noch nicht da ist?

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BibeltextSchlachter 1951
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