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Der Weg › Teil 1 › Rut

Schritt 3 von 4 · Rut

Breite deinen Flügel über mich

Ruth 3

Ganze Bibel: Schritt 185 von 789

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2 Erklärung

Eine mutige Bitte

Naemi rät Rut, nachts zur zu gehen, wo Boas schläft, und sich zu seinen Füssen zu legen. Eine Tenne war ein festgestampfter Platz unter freiem Himmel, oft auf einer Anhöhe, wo der Wind wehte. Dort wurden die Körner aus den Ähren gedroschen und dann mit Gabeln in die Luft geworfen. Der Wind trug die leichte Spreu weg, die schweren Körner fielen zurück. In der Erntezeit schliefen die Besitzer oft bei der Tenne, um ihr Getreide vor Dieben zu schützen. Als Boas aufwacht, sagt sie: „Breite deinen Flügel über deine Magd; denn du bist der Löser!“

Wer das liest, fragt sich vielleicht: War das nicht unanständig?

Nein. Es war damals eine Art Heiratsantrag. Mit dem «Flügel» ist der Saum des Mantels gemeint, ein Zeichen von Schutz und Ehe. Rut greift genau das Bild auf, das Boas selbst gebraucht hatte: Zuflucht unter Gottes Flügeln (Rut 2,12). Boas lobt ihre Ehrbarkeit: „jedermann im Tor meines Volkes weiß, daß du ein wackeres Weib bist“. Und er sorgt dafür, dass ihr Ruf geschützt bleibt.

Es gibt einen näheren Löser

Boas will gerne helfen, aber er ist ehrlich: „es ist noch ein anderer Löser vorhanden, der näher verwandt ist als ich“. Er hält sich an die Ordnung, auch wenn er Rut gerne heiraten möchte.

Naemi sagt: „Sei still, meine Tochter, bis du erfährst, wie die Sache ausfällt!“

Für dich

„Sei still, bis du erfährst, wie die Sache ausfällt.“ Bei welcher Sache fällt es dir gerade schwer, ruhig auf Gottes Lösung zu warten?

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BibeltextSchlachter 1951
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