2 Erklärung
Alles verloren
Wegen einer Hungersnot zieht Elimelech mit seiner Frau Naemi und zwei Söhnen von Bethlehem nach Moab. Dort sterben der Mann und beide Söhne. Naemi bleibt mit ihren zwei moabitischen Schwiegertöchtern zurück, Orpa und Rut.
Bethlehem heisst «Haus des Brotes», und gerade dort gab es kein Brot. Als Naemi hört, dass Gott seinem Volk wieder Brot gegeben hat, kehrt sie heim.
Ruts Entscheidung
Naemi schickt die Schwiegertöchter zurück zu ihren Familien. Orpa geht. „Ruth aber hing ihr an“. Und dann spricht Rut einen der schönsten Sätze der Bibel:
Rut entscheidet sich nicht nur für ihre Schwiegermutter, sondern für Naemis Gott. Ellen G. White nennt Rut als Beispiel: Alle, die wie Rut, die Moabiterin, sich vom Götzendienst abwandten und den wahren Gott anbeteten, sollten zu seinem Volk gehören. Gottes Volk war nie nur für eine Nation gedacht.
Ellen G. White
All who, like Rahab the Canaanite and Ruth the Moabitess, turned from idolatry to the worship of the true God were to unite themselves with His chosen people.Zusammenfassung: Alle, die sich wie Rahab, die Kanaaniterin, und Rut, die Moabiterin, vom Götzendienst ab und der Anbetung des wahren Gottes zuwandten, sollten sich seinem auserwählten Volk anschliessen.
Nennt mich Mara
In Bethlehem sagt Naemi verbittert: „Heißet mich nicht Naemi, sondern nennt mich Mara; denn der Allmächtige hat mich sehr betrübt!“ Naemi heisst «die Liebliche», Mara heisst «die Bittere». „Voll zog ich aus, aber leer hat mich der HERR wieder heimgebracht“.
Naemi ist ehrlich in ihrem Schmerz. Aber sie übersieht, dass sie nicht leer zurückgekommen ist: Rut ist bei ihr. Und sie kommen „am Anfang der Gerstenernte“. Gott hat schon einen Plan.
Für dich
Naemi fühlte sich leer, aber Gott hatte ihr Rut an die Seite gestellt. Wen hat Gott dir an die Seite gestellt, den du vielleicht übersiehst?