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Der Weg › Teil 1 › Die Zeit der Richter

Schritt 7 von 11 · Die Zeit der Richter

Jeftah und sein schreckliches Gelübde

Richter 10–12

Ganze Bibel: Schritt 178 von 792

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2 Erklärung

Gottes Herz leidet mit

Israel dient jetzt den Göttern aller Völker ringsum (Richter 10,6). Als sie wieder schreien, sagt Gott: „Gehet hin und schreit zu den Göttern, die ihr erwählt habt“. Ihre Trauer war noch keine echte Reue. Echte Reue ist mehr als Kummer über die Sünde. Sie ist eine entschlossene Abkehr vom Bösen.

Dann tun sie es: „Und sie taten die fremden Götter von sich und dienten dem HERRN. Da ward er unwillig über Israels Ungemach“. Das heisst: Gott konnte ihr Leid nicht länger mit ansehen.

Ellen G. White

True repentance is more than sorrow for sin. It is a resolute turning away from evil.
Patriarchs and Prophets, S. 557

Zusammenfassung: Echte Reue ist mehr als Kummer über die Sünde. Sie ist eine entschlossene Abkehr vom Bösen.

Ein Ausgestossener wird Retter

Jeftah war der „Sohn einer Dirne“ und wurde von seinen Brüdern verstossen. Gerade ihn holen die Ältesten in der Not zurück. Er besiegt die Ammoniter. Der Hebräerbrief nennt ihn unter den Glaubenshelden (Hebr 11,32).

Ein unbedachtes Gelübde

Vor der Schlacht schwört Jeftah: Was mir zuerst aus meiner Haustür entgegenkommt, „ich will es zum Brandopfer darbringen“. Es ist seine Tochter, sein einziges Kind. „Und er tat ihr, wie er gelobt hatte“.

Wer das liest, ist vielleicht entsetzt. Hat Jeftah seine Tochter wirklich geopfert, und hat Gott das gewollt?

Gott hat dieses Gelübde nicht verlangt und nicht gutgeheissen. Menschenopfer waren ihm ein Greuel (5. Mose 12,31; 5. Mose 18,10). Jeftah hatte vorschnell geschworen, wie es die Heiden taten. Ausleger sind sich nicht einig, was genau geschah: Manche meinen, er habe sie wirklich geopfert. Andere meinen, er habe sie lebenslang dem Dienst Gottes geweiht, darum betont der Text ihre Ehelosigkeit (Richter 11,37–39). Sicher ist: Die Bibel berichtet hier, was geschah, nicht was Gott wollte. Diese Geschichte warnt vor unbedachten Versprechen.

Schibbolet

Danach kommt es zum Bruderkrieg mit Ephraim. Wer flieht, muss das Wort „Schibbolet“ sagen. Wer es nicht richtig aussprechen kann, wird als Ephraimiter erkannt. Daher kommt das Wort «Schibbolet» bis heute als Ausdruck für ein Erkennungszeichen.

Für dich

Jeftah versprach vorschnell etwas Schreckliches. Was hilft dir, deine Worte zu bedenken, bevor du etwas versprichst?

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BibeltextSchlachter 1951
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