Bibeltext · Psalm 8Schlachter 1951
1Dem Vorsänger. Auf der Gittit. Ein Psalm Davids. (08-2) HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde, daß dein Lob bis zum Himmel reicht! 2(08-3) Aus dem Munde von Kindern und Säuglingen hast du eine Macht zugerichtet, um deiner Feinde willen, um den Feind und den Rachgierigen zum Schweigen zu bringen. 3(08-4) Wenn ich deinen Himmel betrachte, das Werk deiner Finger, den Mond und die Sterne, die du gemacht hast: 4(08-5) Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst, und des Menschen Sohn, daß du auf ihn achtest? 5(08-6) Du hast ihn ein wenig Gottes entbehren lassen; aber mit Ehre und Schmuck hast du ihn gekrönt; 6(08-7) Du lässest ihn herrschen über die Werke deiner Hände; alles hast du unter seine Füße gelegt: 7(08-8) Schafe und Ochsen allzumal, dazu auch die wilden Tiere; 8(08-9) die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, was die Pfade der Meere durchzieht. 9(08-10) HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde!
Bibeltext · Psalm 9Schlachter 1951
1Dem Vorsänger. Auf Muth-Labben. Ein Psalm Davids. (09-2) Ich will den HERRN von ganzem Herzen loben, ich will alle deine Wunder erzählen. 2(09-3) Ich will mich freuen und in dir frohlocken, ich will deinen Namen besingen, du Höchster, 3(09-4) darob, daß meine Feinde zurückweichen, daß sie fallen und umkommen vor deinem Angesicht. 4(09-5) Denn du hast mein Recht und meine Sache geführt, du sitzest als ein gerechter Richter auf dem Thron! 5(09-6) Du hast die Heiden gescholten, den Gottlosen umgebracht, ihren Namen ausgetilgt auf immer und ewig. 6(09-7) Der Feind! er ist völlig und auf immer zertrümmert, und die Städte hast du zerstört, ihr Andenken ist dahin. 7(09-8) Aber der HERR bleibt ewig, er hat seinen Thron aufgestellt zum Gericht. 8(09-9) Und er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und den Völkern das Urteil sprechen, wie es billig ist. 9(09-10) Und der HERR wird eine Zuflucht sein dem Unterdrückten, eine Zuflucht jederzeit in der Not. 10(09-11) Darum vertrauen auf dich, die deinen Namen kennen; denn du hast nicht verlassen, die dich, HERR, suchten! 11(09-12) Singet dem HERRN, der zu Zion wohnt, verkündiget unter den Völkern seine Taten! 12(09-13) Denn er forscht nach den Blutschulden und denkt daran; er vergißt des Schreiens der Elenden nicht. 13(09-14) HERR, sei mir gnädig, siehe, wie ich unterdrückt werde von denen, die mich hassen; erhebe du mich aus den Pforten des Todes, 14(09-15) auf daß ich all deinen Ruhm erzähle in den Toren der Tochter Zion, daß ich jauchze ob deinem Heil! 15(09-16) Die Heiden sind versunken in der Grube, die sie gemacht; ihr Fuß hat sich gefangen in dem Netz, das sie heimlich gestellt. 16(09-17) Der HERR hat sich kundgegeben, hat Gericht gehalten; der Gottlose ist in dem Werk seiner Hände verstrickt! (Harfenspiel Pause.) 17(09-18) Die Gottlosen müssen ins Totenreich kehren, alle Nationen, die Gottes vergessen. 18(09-19) Denn des Armen wird nicht für immer vergessen, die Hoffnung der Unterdrückten wird nicht stets vergeblich sein. 19(09-20) Stehe auf, o HERR, daß der Sterbliche nicht zu mächtig wird, daß die Heiden gerichtet werden vor deinem Angesicht! 20(09-21) O HERR, jage ihnen Schrecken ein, daß die Heiden erkennen, daß sie sterblich sind! (Pause.)
Bibeltext · Psalm 10Schlachter 1951
1HERR, warum trittst du so ferne, verbirgst dich in Zeiten der Not? 2Vom Übermut des Gottlosen wird dem Elenden bang; möchten doch von den Ränken diejenigen betroffen werden, welche sie ausgeheckt haben! 3Denn der Gottlose rühmt sich der Gelüste seines Herzens, und der Habsüchtige verwünscht, verlästert den HERRN. 4Der Gottlose in seinem Hochmut fragt nicht nach [Gott]; alle seine Pläne sind ohne Gott. 5Seine Unternehmungen gelingen immer; deine Gerichte sind fern von ihm; er schnaubt alle seine Feinde an. 6Er spricht in seinem Herzen: «Ich werde niemals wanken; das geht stets so fort, daß mich kein Unglück trifft!» 7Sein Mund ist voll Fluchens, Trug und Trotz; unter seiner Zunge ist Jammer und Not. 8Er liegt auf der Lauer hinter der Mauer, im Verborgenen den Unschuldigen zu ermorden; seine Augen spähen den Wehrlosen aus. 9Er lauert im Verborgenen wie ein Löwe im dichten Gebüsch; er lauert, daß er den Schwachen fange; er fängt den Schwachen und schleppt ihn fort in seinem Netz. 10Er duckt sich, kauert nieder, und durch seine starken Pranken fallen die Wehrlosen. 11Er spricht in seinem Herzen: «Gott hat es vergessen, er hat sein Angesicht verborgen, er sieht es nie!» 12HERR, stehe auf! Erhebe, o Gott, deine Hand! Vergiß der Elenden nicht! 13Warum soll der Frevler Gott lästern und in seinem Herzen sprechen, du fragst nicht darnach? 14Du hast es wohl gesehen! Denn du gibst auf Beleidigung und Kränkung acht, um es in deine Hand zu nehmen; der Wehrlose überläßt es dir, der du der Waisen Helfer bist! 15Zerbrich den Arm des Gottlosen! Und wenn du nach der Schuld des Bösewichts forschest, solltest du sie nicht herausfinden? 16Der HERR ist König immer und ewig; die Heiden sind verschwunden aus seinem Land! 17Das Verlangen der Elenden hast du, o HERR, gehört; du achtest auf ihr Herz, leihst ihnen dein Ohr, 18daß du der Waise und dem Unterdrückten Recht schaffest, daß kein Mensch von der Erde fortan Schrecken verbreite.