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Der Weg › Teil 1 › Die Psalmen: Lieder und Gebete

Schritt 7 von 27 · Die Psalmen: Lieder und Gebete

Das Kreuz, der Hirte, der König

Psalm 22–24

Ganze Bibel: Schritt 235 von 790

Hintergrund

Diese drei Psalmen stehen nebeneinander wie ein Weg: Psalm 22 zeigt den leidenden Erlöser, Psalm 23 den guten Hirten, Psalm 24 den König, der in die Herrlichkeit einzieht.

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Lies jetzt: Psalm 22–24

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2 Erklärung

Mein Gott, mein Gott, warum?

Psalm 22 beginnt mit dem Schrei: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Genau diese Worte rief Jesus am Kreuz (Mt 27,46).

Es war die Last der Sünde, das Gefühl ihrer schrecklichen Grösse und der Trennung von Gott, die dem Sohn Gottes das Herz brach.

Der Psalm beschreibt das Kreuz Jahrhunderte im Voraus: „sie haben meine Hände und Füße durchgraben“. „Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand!“ Ellen G. White sagt: In den Leiden Christi am Kreuz erfüllte sich die Prophetie (Joh 19,23–24).

Doch der Psalm endet nicht im Dunkel. Er endet mit Sieg: „Es werden daran gedenken und sich zum HERRN bekehren alle Enden der Erde“.

Ellen G. White

It was the burden of sin, the sense of its terrible enormity, of its separation of the soul from God
Steps to Christ, S. 13

Zusammenfassung: Es war die Last der Sünde, das Gefühl ihrer schrecklichen Grösse, ihrer Trennung der Seele von Gott.

Ellen G. White

In the sufferings of Christ upon the cross prophecy was fulfilled.
The Desire of Ages, S. 746

Zusammenfassung: In den Leiden Christi am Kreuz wurde die Prophetie erfüllt.

Der HERR ist mein Hirte

„Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.“ David war selbst Hirte. Er wusste, wie ein Hirte sein Schaf zu Gras und Wasser führt, es beschützt und sucht.

„Und ob ich schon wanderte im finstern Todestal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, die trösten mich!“ Der Hirte nimmt das dunkle Tal nicht weg. Aber er geht mit hindurch.

Jesus sagt später: Ich bin der gute Hirte (Joh 10,11). Mit seinen Worten verband er dieses Bild für immer mit sich selbst.

Ellen G. White

Christ’s words linked it forever with Himself.
The Desire of Ages, S. 476

Zusammenfassung: Christi Worte verbanden dieses Bild für immer mit ihm selbst.

Der König der Ehren

„Dem HERRN gehört die Erde und was sie erfüllt“. Wer darf zu ihm kommen? „Wer unschuldige Hände hat und reines Herzens ist“.

Dann ruft der Psalm: „Hebet eure Häupter empor, ihr Tore, und erweitert euch, ihr ewigen Pforten, daß der König der Ehren einziehe!“ Ellen G. White beschreibt, wie dieser Psalm gesungen wurde, als David die Lade nach Jerusalem brachte. Und sie beschreibt ihn auch als Lied, mit dem die Engel Jesus bei seiner Himmelfahrt empfingen.

Wissenswert: Hirte, Stecken und Stab

David war selbst Hirte. Er wusste, was ein Hirte für seine Schafe tut. „dein Stecken und dein Stab, die trösten mich!“ Der Stecken war ein kurzer, schwerer Knüppel, mit dem der Hirte wilde Tiere abwehrte. Der Stab war ein langer Stock, oft mit einem Haken oben, mit dem er Schafe aus Dornen oder Felsspalten zog und sie lenkte.

Noch vor hundert Jahren sah man im Land Israel fast wie zur Zeit Davids. Der Hirte ging vor den Schafen her, und sie folgten seiner Stimme. Jesus sagt: „Ich bin der gute Hirt; der gute Hirt läßt sein Leben für die Schafe.“

Wissenswert: Ein Psalm, der das Kreuz beschreibt

Psalm 22 beginnt mit dem Schrei, den Jesus am Kreuz rief: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Und dann beschreibt er erstaunlich genau, was bei der Kreuzigung geschah: Spott, Durst, verteilte Kleider (Ps 22,19) und: „sie haben meine Hände und Füße durchgraben“.

David schrieb diesen Psalm etwa tausend Jahre vor Jesus, lange bevor die Römer die Kreuzigung erfanden. Er beschrieb mehr als sein eigenes Leiden. Durch den Geist Gottes sah er das Leiden des Messias voraus.

Für dich

Lerne Psalm 23 auswendig, Vers für Vers. Er begleitet dich durch helle und dunkle Täler.

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BibeltextSchlachter 1951
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