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Der Weg › Teil 1 › Die Psalmen: Lieder und Gebete

Schritt 1 von 27 · Die Psalmen: Lieder und Gebete

Zwei Wege und der Gesalbte

Psalm 1–2

Ganze Bibel: Schritt 229 von 790

Hintergrund

Die Psalmen sind das Lieder- und Gebetbuch der Bibel. 150 Lieder, viele von David, andere von Asaph, den Söhnen Korahs, Salomo und sogar eines von Mose. Sie wurden über viele Jahrhunderte gesammelt. Darum stehen sie hier, nach der Zeit Davids.

Die Psalmen sind in fünf Bücher eingeteilt: Psalm 1 bis 41, 42 bis 72, 73 bis 89, 90 bis 106 und 107 bis 150. Jedes Buch endet mit einem Lob wie „Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen, Amen!“

Ellen G. White schreibt: Durch den Gesang hielt David in seinem wechselvollen Leben Gemeinschaft mit dem Himmel. In den Psalmen findest du alles: Freude, Angst, Schuld, Wut, Trauer, Dank. Du darfst mit allem zu Gott kommen.

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Lies jetzt: Psalm 1–2

Lies zuerst den Bibeltext. Die Erklärung steht gleich danebendarunter.

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2 Erklärung

Wie ein Baum am Wasser

Der erste Psalm ist wie ein Tor zum ganzen Buch: „Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rate der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, da die Spötter sitzen“. Achte auf die Reihenfolge: wandeln, stehen, sitzen. Wer dem falschen Rat folgt, bleibt immer länger dort.

Glücklich ist, wer „seine Lust hat am Gesetz des HERRN“. „Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und dessen Blätter nicht verwelken“.

Ellen G. White zitiert diesen Psalm und sagt: Nur wenn Gottes Gesetz wieder seinen rechten Platz bekommt, kann der ursprüngliche Glaube und die echte Frömmigkeit neu aufleben.

Ellen G. White

It is only as the law of God is restored to its rightful position that there can be a revival of primitive faith and godliness among His professed people.
The Great Controversy, S. 478

Zusammenfassung: Nur wenn das Gesetz Gottes wieder an seinen rechten Platz gestellt wird, kann es unter seinem bekennenden Volk eine Erweckung des ursprünglichen Glaubens und der Frömmigkeit geben.

Du bist mein Sohn

Psalm 2 zeigt die Völker, die sich gegen Gott auflehnen, „wider den HERRN und wider seinen Gesalbten“. Gott aber bleibt ruhig: „Der im Himmel thront, lacht“.

Dann spricht Gott zu seinem König: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt“. Das Neue Testament bezieht diesen Psalm auf Jesus (Apg 13,33; Hebr 1,5). Der Psalm endet mit einer Einladung: „Wohl allen, die sich bergen bei ihm!“

Wissenswert: Wie hebräische Gedichte funktionieren

Hebräische Gedichte reimen sich nicht wie deutsche Lieder. Sie arbeiten mit einem anderen Mittel: Ein Gedanke wird gesagt und gleich danach mit anderen Worten wiederholt, ergänzt oder als Gegenteil gezeigt. Man nennt das «Parallelismus».

Ein Beispiel aus Psalm 1: Der Gerechte ist „wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und dessen Blätter nicht verwelken“. Die Gottlosen dagegen sind wie Spreu, die der Wind verweht (Ps 1,4). Wer auf dieses Muster achtet, versteht die Psalmen viel leichter. Und es hat einen schönen Vorteil: Solche Gedichte lassen sich in jede Sprache übersetzen, ohne dass sie ihre Kraft verlieren.

Für dich

Psalm 1 sagt: Wer gerne in Gottes Wort liest, wird wie ein Baum am Wasser. Wann kannst du dir jeden Tag ein paar Minuten dafür nehmen?

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BibeltextSchlachter 1951
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