BibelverstehenGebet

Der Weg › Teil 4 › Pfingsten und die erste Gemeinde

Schritt 15 von 18 · Pfingsten und die erste Gemeinde

Das Tuch vom Himmel

Apostelgeschichte 10,1–33

Ganze Bibel: Schritt 627 von 792

Hintergrund

In , der römischen Hafenstadt am Mittelmeer, lebt ein Hauptmann namens Kornelius. Er ist kein Jude, sondern ein Römer, ein Offizier über hundert Soldaten. Für fromme Juden war es damals undenkbar, das Haus eines solchen Mannes zu betreten.

1

Lies jetzt: Apostelgeschichte 10,1–33

Lies zuerst den Bibeltext. Die Erklärung steht gleich danebendarunter.

Zur Erklärung springen ↓

2 Erklärung

Ein Heide, der Gott sucht

Kornelius ist „fromm und gottesfürchtig samt seinem ganzen Hause“. Er betet und hilft den Armen. Ein Engel sagt ihm: „Deine Gebete und deine Almosen sind hinaufgekommen ins Gedächtnis vor Gott!“ Er soll Petrus aus Joppe holen lassen.

Der Engel hätte Kornelius das Evangelium selbst erklären können. Doch Gott hat diese Aufgabe den Menschen anvertraut.

Ellen G. White

Believing in God as the Creator of heaven and earth, Cornelius revered Him, acknowledged His authority, and sought His counsel in all the affairs of life.
The Acts of the Apostles, S. 133

Zusammenfassung: Kornelius glaubte an Gott als den Schöpfer von Himmel und Erde, ehrte ihn, erkannte seine Autorität an und suchte in allen Dingen des Lebens seinen Rat.

Petrus auf dem Dach

Am nächsten Tag betet Petrus auf dem flachen Dach des Gerbers. Er ist hungrig. In einer Vision sieht er ein grosses Tuch voller Tiere, reine und unreine durcheinander. Eine Stimme sagt: „Steh auf, Petrus, schlachte und iß!“

Petrus weigert sich: „Keineswegs, Herr; denn ich habe noch nie etwas Gemeines oder Unreines gegessen!“ Die Stimme antwortet: „Was Gott gereinigt hat, das halte du nicht für gemein!“ Das geschieht dreimal.

Ellen G. White

This vision conveyed to Peter both reproof and instruction.
The Acts of the Apostles, S. 135

Zusammenfassung: Diese Vision brachte Petrus sowohl Zurechtweisung als auch Belehrung.

Was bedeutet die Vision?

Petrus selbst weiss zuerst nicht, was das bedeuten soll: „Als aber Petrus bei sich selbst ganz ungewiß war, was das Gesicht bedeute“, stehen schon die Boten des Kornelius vor der Tür.

Wenig später erklärt Petrus selbst, was Gott ihm gezeigt hat: „aber mir hat Gott gezeigt, daß ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll.“ Es ging um Menschen. Die Vision bereitete ihn darauf vor, zu den Heiden zu gehen.

Auffällig ist auch: Jahre nach der Auferstehung hatte Petrus noch nie Unreines gegessen. Viele verstehen darum: Die Vision hob die Speisegebote aus 3. Mose 11 nicht auf, sondern brach die Mauer zwischen Juden und anderen Völkern nieder.

Ellen G. White

How carefully the Lord worked to overcome the prejudice against the Gentiles that had been so firmly fixed in Peter’s mind by his Jewish training!
The Acts of the Apostles, S. 136

Zusammenfassung: Wie sorgfältig wirkte der Herr, um das Vorurteil gegen die Heiden zu überwinden, das sich durch seine jüdische Erziehung so fest in Petrus verankert hatte!

Ich bin auch ein Mensch

Petrus geht mit nach Cäsarea. Kornelius fällt vor ihm nieder. Doch Petrus richtet ihn auf: „Steh auf! ich bin auch ein Mensch.“ Kein Mensch soll angebetet werden, auch kein Apostel.

Im Haus warten schon viele Verwandte und Freunde. Kornelius sagt: „So sind wir nun alle vor Gott gegenwärtig, zu hören alles, was dir von Gott aufgetragen ist!“

Für dich

Gibt es Menschen, auf die du herabschaust? Für Gott ist kein Mensch zu gering. Er liebt jeden und sucht jeden, der ihn sucht.

Zur Übersicht «Pfingsten und die erste Gemeinde» (Schritt 15 von 18)

BibeltextSchlachter 1951
Ganzes Kapitel lesen