BibelverstehenGebet

Der Weg › Teil 3 › Unterwegs nach Jerusalem

Schritt 11 von 32 · Unterwegs nach Jerusalem

Lass ihn noch dieses Jahr

Lukas 13,1–21

Ganze Bibel: Schritt 540 von 790

Hintergrund

Man erzählt Jesus von einem schrecklichen Ereignis: Pilatus hatte Galiläer töten lassen, während sie im Tempel opferten. Und Jesus erinnert an ein Unglück in Jerusalem, bei dem ein Turm in Siloah eingestürzt war und achtzehn Menschen erschlagen hatte.

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Lies jetzt: Lukas 13,1–21

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2 Erklärung

Waren sie schlimmere Sünder?

Viele meinten, wen ein solches Unglück trifft, der müsse besonders schlimm gesündigt haben. Jesus sagt zweimal: „Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen.“

Unglücke sind keine Strafe für besonders schlechte Menschen. Aber sie erinnern daran, wie zerbrechlich das Leben ist. Statt über andere zu urteilen, soll jeder auf sich selbst schauen und umkehren.

Der Feigenbaum

Dann erzählt Jesus von einem Feigenbaum, der drei Jahre lang keine Frucht trägt. Der Besitzer will ihn umhauen. Doch der Weingärtner bittet: „Herr, laß ihn noch dieses Jahr, bis ich um ihn gegraben und Dünger gelegt habe.“

Drei Jahre lang hatte Jesus in Israel gewirkt. Das Volk war wie dieser Baum: von Gott gepflanzt und gepflegt, aber ohne Frucht. Jesus ist der Weingärtner, der um noch ein Jahr bittet. Gottes Geduld ist gross, aber sie hat ein Ziel: dass wir Frucht bringen.

Ellen G. White

His mission of mercy in its relation to God’s justice and judgment is illustrated in the parable of the barren fig tree.
Christ’s Object Lessons, S. 212

Zusammenfassung: Im Gleichnis vom unfruchtbaren Feigenbaum zeigt Jesus, wie sein Werk der Barmherzigkeit mit Gottes Gerechtigkeit und Gericht zusammenhängt.

Ellen G. White

The owner and the dresser of the vineyard are one in their interest in the fig tree.
Christ’s Object Lessons, S. 216

Zusammenfassung: Der Besitzer und der Weingärtner sind sich einig in ihrer Sorge um den Feigenbaum.

Eine Tochter Abrahams

In einer Synagoge sieht Jesus eine Frau, die seit achtzehn Jahren „verkrümmt und konnte sich gar nicht aufrichten“. Achtzehn Jahre lang sah sie nur den Boden. Jesus ruft sie, legt ihr die Hände auf, und sie richtet sich auf und lobt Gott.

Der Synagogenvorsteher schimpft: Am Sabbat soll man sich nicht heilen lassen. Jesus antwortet: Ihr bindet am Sabbat euer Vieh los, damit es trinken kann. „Diese aber, eine Tochter Abrahams, die der Satan, siehe, schon achtzehn Jahre gebunden hielt, sollte nicht von diesem Bande gelöst werden am Sabbattag?“ Der Sabbat ist der Tag der Befreiung.

Für dich

Gott hat Geduld mit dir. Er gräbt um dich herum und pflegt dich. Was hindert dich daran, Frucht zu bringen?

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BibeltextSchlachter 1951
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