2 Erklärung
Wer ist mein Nächster?
Der Mann will sich rechtfertigen: „Und wer ist mein Nächster?“ Viele Juden meinten damals: Mein Nächster ist ein anderer Jude. Fremde, Samariter und Sünder gehören nicht dazu. Jesus antwortet mit einer Geschichte.
Ein Mann geht „von Jerusalem nach Jericho hinab“. Diese fällt auf etwa 27 Kilometern mehr als 1000 Meter ab. Sie führte durch einsame Schluchten und war berüchtigt für Räuber. Der Mann wird überfallen und halbtot liegen gelassen.
Ellen G. White
Our neighbor is every person who needs our help.Zusammenfassung: Unser Nächster ist jeder Mensch, der unsere Hilfe braucht.
Er ging vorüber
Ein Priester kommt vorbei, „und als er ihn sah, ging er auf der andern Seite vorüber“. Ebenso ein Levit, ein Tempeldiener. Vielleicht hatten sie Angst, selbst überfallen zu werden. Vielleicht wollten sie sich nicht an einem möglicherweise Toten verunreinigen. Sie waren fromm, aber ohne Erbarmen.
Dann kommt ein Samariter, ein Mann aus dem verachteten Volk. „und als er ihn sah, hatte er Erbarmen“. Er verbindet seine Wunden, giesst Öl und Wein darauf, setzt ihn auf sein Tier, bringt ihn in eine Herberge und bezahlt für ihn. Wein reinigte die Wunden, Öl linderte den Schmerz.
Ellen G. White
God in His providence had brought the priest and the Levite along the road where the wounded sufferer lay, that they might see his need of mercy and help.Zusammenfassung: Gott hatte in seiner Vorsehung den Priester und den Leviten auf die Strasse geführt, wo der Verwundete lag, damit sie seine Not sähen und ihm halfen.
Gehe hin und tue desgleichen
Jesus fragt: Wer war der Nächste? Der Gesetzeslehrer bringt das Wort «Samariter» nicht über die Lippen. Er sagt: „Der, welcher die Barmherzigkeit an ihm tat!“ Jesus sagt: „So gehe du hin und tue desgleichen!“
Jesus hat die Frage umgedreht. Nicht: Wer verdient meine Hilfe? Sondern: Wem kann ich ein Nächster sein? Viele sehen im Samariter auch ein Bild für Jesus selbst. Er fand uns verwundet am Weg, als andere vorbeigingen, und bezahlte alles, was nötig war.
Ellen G. White
In the story of the good Samaritan, Christ illustrates the nature of true religion.Zusammenfassung: In der Geschichte vom barmherzigen Samariter zeigt Christus, was echter Glaube ist.
Maria und Marta
In einem Dorf, es war Bethanien bei Jerusalem, nimmt Marta Jesus in ihr Haus auf. Ihre Schwester Maria setzt sich zu den Füssen Jesu und hört zu. Marta arbeitet in der Küche und ärgert sich: „Herr, kümmerst du dich nicht darum, daß mich meine Schwester allein dienen läßt?“
Jesus antwortet liebevoll: „Martha, Martha, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles;“ „eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt“. Marta tat Gutes. Aber vor lauter Dienen für Jesus vergass sie, bei Jesus zu sein. Gleich nach dem Samariter, der zeigt, wie wichtig das Tun ist, zeigt Lukas, dass das Hören zuerst kommt.
Ellen G. White
Martha was anxious to provide for their comfort, and in her anxiety she forgot the courtesy due to her Guest.Zusammenfassung: Marta wollte unbedingt für das Wohl ihrer Gäste sorgen, und in ihrer Sorge vergass sie die Aufmerksamkeit, die sie ihrem Gast schuldete.
Für dich
Wer ist heute dein Nächster? Vielleicht jemand, an dem du sonst vorbeigehen würdest. Und vergiss nicht, wie Maria auch Zeit zu den Füssen Jesu zu verbringen.