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Der Weg › Teil 3 › Unterwegs nach Jerusalem

Schritt 1 von 32 · Unterwegs nach Jerusalem

Wer ohne Sünde ist

Johannes 8,1–11

Ganze Bibel: Schritt 530 von 790

Hintergrund

Diese Etappe begleitet Jesus auf seinem letzten Weg nach Jerusalem. Er weiss, was ihn dort erwartet. Unterwegs erzählt er viele seiner bekanntesten Gleichnisse, und die Gegner werden immer feindseliger.

Es ist der Morgen nach dem Laubhüttenfest. Jesus sitzt im Tempelvorhof und lehrt. Da bringen die Schriftgelehrten und Pharisäer eine Frau und stellen sie vor allen Leuten in die Mitte.

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Lies jetzt: Johannes 8,1–11

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2 Erklärung

Eine Falle

Sie sagen: „Im Gesetz aber hat uns Mose geboten, solche zu steinigen. Was sagst nun du?“ Es ging ihnen nicht um die Frau und auch nicht um das Gesetz. „Das sagten sie aber, um ihn zu versuchen, damit sie ihn anklagen könnten.“ Sprach Jesus sie frei, würden sie sagen, er missachte das Gesetz Mose. Verurteilte er sie, würden sie ihn bei den Römern anzeigen, denn nur die Römer durften Todesurteile vollstrecken.

Und wo war der Mann? Das Gesetz verlangte, dass beide bestraft werden (3. Mose 20,10). Sie hatten nur die Frau gebracht.

Ellen G. White

Should He acquit the woman, He might be charged with despising the law of Moses.
The Desire of Ages, S. 460

Zusammenfassung: Würde er die Frau freisprechen, könnte man ihm vorwerfen, das Gesetz Mose zu verachten.

Er schrieb auf die Erde

Jesus antwortet zuerst nicht. Er „bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde“. Was er schrieb, sagt die Bibel nicht. Ellen G. White beschreibt, dass er die geheimen Sünden der Ankläger in den Staub schrieb.

Dann richtet er sich auf: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie!“ Einer nach dem anderen gehen sie hinaus, die Ältesten zuerst. Am Ende bleibt nur noch Jesus mit der Frau.

Ellen G. White

Giving no sign that He had heard their question, He stooped, and fixing His eyes upon the ground, began to write in the dust.
The Desire of Ages, S. 461

Zusammenfassung: Ohne zu zeigen, dass er ihre Frage gehört hatte, bückte er sich, richtete den Blick auf den Boden und begann, in den Staub zu schreiben.

Ellen G. White

There, traced before them, were the guilty secrets of their own lives.
The Desire of Ages, S. 461

Zusammenfassung: Dort, vor ihren Augen aufgeschrieben, standen die geheimen Sünden ihres eigenen Lebens.

Sündige nicht mehr

Jesus fragt: „Weib, wo sind deine Ankläger? Hat dich niemand verdammt?“ Sie sagt: „Herr, niemand!“ Und Jesus antwortet: „So verurteile ich dich auch nicht. Gehe hin und sündige hinfort nicht mehr!“

Jesus sagt nicht, dass Ehebruch nicht schlimm sei. Er nennt es Sünde. Aber er gibt der Frau einen neuen Anfang. Die Vergebung kommt zuerst, und sie gibt die Kraft, anders zu leben. Bei den Pharisäern gab es nur Verurteilung. Bei Jesus gibt es Gnade und Wahrheit zugleich.

Ellen G. White

This was to her the beginning of a new life, a life of purity and peace, devoted to the service of God.
The Desire of Ages, S. 462

Zusammenfassung: Für sie war das der Anfang eines neuen Lebens, eines Lebens in Reinheit und Frieden, das sie dem Dienst für Gott weihte.

Für dich

Vor Jesus musst du keine Steine fürchten. Er verurteilt dich nicht. Aber er liebt dich zu sehr, um dich in der Sünde zu lassen: «Geh hin und sündige nicht mehr.»

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