2 Erklärung
Lasst euch nicht berauben
„Sehet zu, daß euch niemand beraube durch die Philosophie und leeren Betrug, nach der Überlieferung der Menschen, nach den Grundsätzen der Welt und nicht nach Christus.“ „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“.
Wer Christus hat, dem fehlt nichts. Er braucht keine Engel als Vermittler und keine geheimen Lehren.
Ans Kreuz geheftet
Christus hat „die gegen uns bestehende Schuldschrift, welche durch Satzungen uns entgegen war, auslöschte und sie aus der Mitte tat, indem er sie ans Kreuz heftete.“ Unsere ganze Schuld ist bezahlt. Kein Ankläger kann sie uns mehr vorhalten.
Ein Schatten
„So soll euch nun niemand richten wegen Speise oder Trank, oder wegen eines Festes oder Neumonds oder Sabbats,“ „welche Dinge doch nur ein Schatten derer sind, die kommen sollten, wovon aber Christus das Wesen hat.“
Wer das liest, fragt sich vielleicht, ob damit der wöchentliche Sabbat abgeschafft wurde. Paulus nennt hier die Reihe «Fest, Neumond, Sabbat», wie sie im Alten Testament für die Opfer an den Festzeiten steht (4. Mose 28,9–11). Zu den Festen gehörten auch besondere Ruhetage im Jahr, die ebenfalls Sabbat hiessen (3. Mose 23,24). Diese Zeiten waren «Schatten», die auf Christus hinwiesen.
Der Wochensabbat dagegen weist zurück auf die Schöpfung (1. Mose 2,3), lange bevor es Sünde und Opfer gab. Viele verstehen darum: Paulus spricht hier von den Festzeiten des Zeremonialgesetzes und von Menschen, die mit strengen Regeln wie „Rühre das nicht an, koste jenes nicht“ andere richten wollten.
Für dich
In Christus hast du alles. Lass dich von niemandem verunsichern, der dir einreden will, du bräuchtest noch etwas anderes, um gerettet zu werden.