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Der Weg › Teil 2 › Esra, Nehemia und Maleachi

Schritt 2 von 11 · Esra, Nehemia und Maleachi

Esras Gebet und eine schwere Entscheidung

Esra 9–10

Ganze Bibel: Schritt 428 von 792

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2 Erklärung

Bestürzt

Kaum in Jerusalem, erfährt Esra: Viele, sogar Priester und Führer, hatten Frauen aus den götzendienerischen Nachbarvölkern geheiratet (Esra 9,1–2). „Als ich nun solches hörte, zerriß ich mein Kleid und meinen Rock und raufte mir das Haar und den Bart aus und saß bestürzt da.“

Warum war Esra so erschüttert? Esra hatte die Ursachen der Gefangenschaft studiert und erkannt, dass Israels Abfall von Gott zum grossen Teil von der Vermischung mit den heidnischen Völkern kam. Es ging also nicht um Herkunft oder Hautfarbe, sondern um Götzendienst. Rahab und Ruth waren Ausländerinnen, und Gott nahm sie in sein Volk auf, weil sie sich ihm zuwandten (Ruth 1,16).

Ellen G. White

In his study of the causes leading to the Babylonish captivity, Ezra had learned that Israel’s apostasy was largely traceable to their mingling with heathen nations.
Prophets and Kings, S. 620

Zusammenfassung: Bei seinem Studium der Ursachen der babylonischen Gefangenschaft hatte Esra erkannt, dass Israels Abfall zum grossen Teil auf die Vermischung mit heidnischen Völkern zurückging.

Unsere Schuld reicht bis an den Himmel

Esra schimpft nicht von oben herab. Er betet und zählt sich selbst dazu: „Mein Gott, ich schäme und scheue mich, mein Angesicht aufzuheben zu dir, mein Gott; denn unsere Sünden sind über unser Haupt gewachsen, und unsre Schuld reicht bis an den Himmel!“ Und er dankt für Gottes Gnade: Doch „hast du, weil du unser Gott bist, uns mehr verschont, als unsere Missetaten verdient haben“.

Sein Gebet bewegt das Volk: „versammelte sich zu ihm aus Israel eine sehr große Gemeinde von Männern, Frauen und Kindern; denn das Volk weinte sehr“. Ein Mann sagt: „Nun aber ist noch Hoffnung für Israel!“

Frauen und Kinder weggeschickt?

Wer das liest, erschrickt vielleicht: Die Männer sollen sich von den fremden Frauen trennen, „daß wir alle Frauen und die von ihnen geboren sind, hinaustun“. Wie kann das richtig sein?

Das war sehr schmerzhaft. Doch es war eine Notlage: Das kleine Volk stand kurz davor, in den Götzendienst zurückzufallen, der es schon einmal ins Exil gebracht hatte. Später erinnert Nehemia an Salomo: „gleichwohl verführten ihn die ausländischen Frauen zur Sünde!“ Und aus diesem Volk sollte der Messias kommen. Die Untersuchung dauerte drei Monate, jeder Fall wurde einzeln geprüft (Esra 10,16–17).

Das ist kein Gebot für uns heute. Paulus schreibt den Christen ausdrücklich: Wenn ein Gläubiger mit einem ungläubigen Partner verheiratet ist und dieser bleiben will, soll er sich nicht trennen (1. Kor 7,12–14). Aber er rät auch, nur einen gläubigen Partner zu heiraten (2. Kor 6,14). Ellen G. White schreibt: Esras Mitgefühl und Zartheit gegenüber denen, die gesündigt hatten, soll allen ein Beispiel sein, die etwas verändern wollen.

Eine Erweckung durch die Bibel

Wo Esra wirkte, entstand eine Erweckung im Studium der Heiligen Schrift. Und für unsere Zeit: Gott ruft zu Erweckung und Reformation. Lass das Wort Gottes zum Herzen sprechen.

Ellen G. White

Wherever Ezra labored, there sprang up a revival in the study of the Holy Scriptures.
Prophets and Kings, S. 622–623

Zusammenfassung: Wo immer Esra wirkte, entstand eine Erweckung im Studium der Heiligen Schrift.

Ellen G. White

God calls for a revival and a reformation.
Prophets and Kings, S. 626

Zusammenfassung: Gott ruft zu Erweckung und Reformation.

Ellen G. White

Let the word of God speak to the heart.
Prophets and Kings, S. 626

Zusammenfassung: Lass das Wort Gottes zum Herzen sprechen.

Für dich

Esra zählte sich selbst zu den Schuldigen, statt mit dem Finger auf andere zu zeigen. Für wen möchtest du heute so beten, mit „wir“ statt „die“?

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