BibelverstehenGebet

Der Weg › Teil 3 › Taufe und erste Jünger

Schritt 19 von 21 · Taufe und erste Jünger

Menschenfischer am See

Matthäus 4,12–25

Ganze Bibel: Schritt 467 von 792

Hintergrund

Nach der Ablehnung in Nazareth zieht Jesus nach Kapernaum, einem Fischerort am Nordufer des Sees Genezareth. Matthäus sieht darin eine Prophezeiung erfüllt: Gerade in Galiläa, dem verachteten „Galiläa der Heiden“, sollte das Licht aufgehen. Jesaja hatte geschrieben: „Das Volk, das in der Finsternis wandelt, sieht ein großes Licht“.

Der See Genezareth ist etwa 21 Kilometer lang und reich an Fischen. Rings um das Ufer lagen damals viele Dörfer. Fischer, Händler und Reisende aus vielen Ländern kamen hier vorbei. Von hier aus konnte sich die Botschaft weit verbreiten.

Auch diesen Abschnitt erzählen Matthäus, Markus und Lukas. Du liest ihn darum wieder nacheinander in allen drei Evangelien.

1

Lies jetzt: Matthäus 4,12–25

Lies zuerst den Bibeltext. Die Erklärung steht gleich danebendarunter.

Zur Erklärung springen ↓

2 Erklärung

Folget mir nach!

Am Ufer sieht Jesus Simon und Andreas, die ihr Netz auswerfen. Er ruft: „Folget mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern machen!“ Die beiden kannten Jesus schon vom Jordan her. Jetzt ruft er sie, alles zu verlassen und ganz mit ihm zu gehen.

„Und sie verließen alsbald die Netze und folgten ihm nach.“ Ein Stück weiter flicken Jakobus und Johannes mit ihrem Vater Zebedäus die Netze. „Da verließen sie alsbald das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach.“

Fischer kannten harte Arbeit, Geduld und Mut. Sie wussten, wie man nachts auf dem ausharrt, auch wenn lange nichts ins Netz geht. Diese Eigenschaften brauchten sie nun für eine neue Aufgabe: Menschen für Gott zu gewinnen.

Ellen G. White

Before asking them to leave their nets and fishing boats, Jesus had given them the assurance that God would supply their needs.
The Desire of Ages, S. 249

Zusammenfassung: Bevor Jesus sie bat, ihre Netze und Boote zu verlassen, hatte er ihnen versichert, dass Gott für ihre Bedürfnisse sorgen würde.

Wissenswert: Ein Fischerboot aus der Zeit Jesu

Im Jahr 1986 war der See Genezareth nach einer langen Dürre so tief gesunken, dass am Ufer bei Ginosar plötzlich die Umrisse eines alten Bootes im Schlamm auftauchten. Zwei Brüder aus einem nahen Kibbuz hatten es entdeckt. Forscher bargen es in einer aufwendigen Aktion und tränkten es jahrelang mit einem Spezialwachs, damit das nasse Holz nicht zerfiel.

Das ist etwa 8 Meter lang und 2,3 Meter breit. Nach Untersuchungen des Holzes und der Fundstücke stammt es aus der Zeit zwischen etwa 100 vor und 70 nach Christus. Es wurde oft geflickt, mit über zehn verschiedenen Holzarten. Ein solches Boot hatte Platz für etwa zwölf bis fünfzehn Personen. Ob genau dieses Boot je einem Jünger gehört hat, weiss niemand. Aber in Booten wie diesem fuhren Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes.

Durch ganz Galiläa

Matthäus fasst zusammen, was Jesus nun tat: Er „lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk“. Lehren, predigen, heilen: Das gehörte für Jesus zusammen. Er sorgte sich um den ganzen Menschen, um Seele und Körper.

Bald kamen die Menschen von überall her, sogar „aus dem Gebiet der Zehn-Städte“, einer Gegend östlich des Jordan, in der vor allem Griechen wohnten.

Für dich

Jesus fragt dich nicht, ob du schon alles kannst. Er sagt: «Folget mir nach, und ich will euch machen.» Er selbst formt dich zu dem, was du sein sollst.

Zur Übersicht «Taufe und erste Jünger» (Schritt 19 von 21)

BibeltextSchlachter 1951
Ganzes Kapitel lesen