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Der Weg › Teil 1 › Abraham, der Freund Gottes

Schritt 13 von 17 · Abraham, der Freund Gottes

Die grösste Prüfung: Abraham und Isaak

1. Mose 22

Ganze Bibel: Schritt 32 von 792

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Lies jetzt: 1. Mose 22

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2 Erklärung

Wie kann Gott so etwas verlangen?

Wer das liest, ist vielleicht erschüttert: Gott sagt zu Abraham, er soll seinen Sohn opfern (1. Mose 22,2). Wie kann ein liebender Gott so etwas verlangen?

Gott wollte nie, dass Isaak stirbt, und er liess es auch nicht zu. Er prüfte Abrahams Vertrauen, und er wollte Abraham und uns zeigen, was es Gott selbst einmal kosten wird, seinen eigenen Sohn für uns zu geben.

Ausführlich erklärt:

1. Gott verabscheut Menschenopfer. Über Eltern, die ihre Kinder ihren Götzen opferten, sagt er: „was ich ihnen nie befohlen habe und was mir nie in den Sinn gekommen ist“. Die Geschichte endet ja genau damit, dass Gott das Opfer verhindert.

2. Es war eine Prüfung. Die Bibel sagt das gleich am Anfang: „versuchte Gott den Abraham“. Abraham hatte Gott schon zweimal misstraut. Satan klagte ihn darum vor Gott und den Engeln an. Diese Prüfung zeigte vor dem ganzen Himmel, dass Abraham Gott ganz vertraute.

3. Abraham glaubte an die Auferstehung. Abraham sagt zu seinen Knechten: „wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen“. Wir, also beide. Der Hebräerbrief erklärt: „Er zählte eben darauf, daß Gott imstande sei, auch von den Toten zu erwecken“.

4. Gott wollte Abraham das Evangelium zeigen. Abraham sollte am eigenen Leib erfahren, wie gross das Opfer ist, das Gott für die Erlösung der Menschen bringt.

Ellen G. White

Satan was at hand to suggest that he must be deceived, for the divine law commands, “Thou shalt not kill,” and God would not require what He had once forbidden.
Patriarchs and Prophets, S. 148

Zusammenfassung: Satan war zur Stelle und flüsterte ihm ein, er müsse sich täuschen, denn Gottes Gesetz sage: Du sollst nicht töten, und Gott würde nicht verlangen, was er einmal verboten hat.

Ellen G. White

It was to impress Abraham’s mind with the reality of the gospel, as well as to test his faith, that God commanded him to slay his son.
Patriarchs and Prophets, S. 154

Zusammenfassung: Gott befahl Abraham, seinen Sohn zu opfern, um seinen Glauben zu prüfen und um ihm die Wirklichkeit des Evangeliums tief einzuprägen.

Drei Tage Weg

Ellen G. White beschreibt die Reise sehr eindrücklich: Abraham war damals etwa 120 Jahre alt. Er schaute in der Nacht auf seinen schlafenden Sohn und auf Sarah und konnte es ihr nicht sagen. Drei Tage gingen sie fast schweigend nebeneinander her. Abraham betete und hoffte, dass ein Engel käme und sagte: Es ist genug.

Dann sagt Isaak: „Mein Vater!“ Und er fragt: „wo ist aber das Lämmlein zum Brandopfer?“ Und Abraham antwortet: „Mein Sohn, Gott wird sich ein Lämmlein zum Brandopfer ersehen!“

Ellen G. White

At the time of receiving this command, Abraham had reached the age of a hundred and twenty years.
Patriarchs and Prophets, S. 147

Zusammenfassung: Als Abraham diesen Befehl erhielt, war er hundertzwanzig Jahre alt.

Auch Isaak vertraute

Isaak war damals kein kleines Kind mehr, sondern ein junger Mann. Er hätte sich leicht wehren oder weglaufen können, der alte Vater hätte ihn nicht halten können. Aber Isaak hatte von klein auf gelernt, Gott zu vertrauen. Er liess sich freiwillig auf den Altar legen.

Ellen G. White

He could have escaped his doom, had he chosen to do so
Patriarchs and Prophets, S. 152

Zusammenfassung: Er hätte seinem Schicksal entkommen können, wenn er gewollt hätte.

Ellen G. White

Isaac had been trained from childhood to ready, trusting obedience
Patriarchs and Prophets, S. 152

Zusammenfassung: Isaak war von Kindheit an zu bereitwilligem, vertrauensvollem Gehorsam erzogen worden.

Gott sorgt für das Lamm

Im letzten Moment ruft der Engel: „Lege deine Hand nicht an den Knaben“. Abraham sieht einen Widder in der Hecke und opfert ihn „an Stelle seines Sohnes“. Er nennt den Ort: „Der HERR wird dafür sorgen!“

Der Widder an Isaaks Stelle war ein Bild für den Sohn Gottes, der an unserer Stelle sterben sollte. Und es gibt einen grossen Unterschied: Bei Isaak rief der Engel «Halt!». Bei Jesus rief niemand: Es ist genug. „Welcher sogar seines eigenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat“.

Jesus sagt später selbst: „Abraham, euer Vater, frohlockte, daß er meinen Tag sehen sollte. Und er sah ihn und freute sich“.

Ellen G. White

The ram offered in the place of Isaac represented the Son of God, who was to be sacrificed in our stead.
Patriarchs and Prophets, S. 154

Zusammenfassung: Der Widder, der an Isaaks Stelle geopfert wurde, war ein Bild für den Sohn Gottes, der an unserer Stelle geopfert werden sollte.

Ellen G. White

There was no voice to cry, “It is enough.”
Patriarchs and Prophets, S. 154

Zusammenfassung: Da war keine Stimme, die rief: Es ist genug.

Wissenswert: Der Berg Morija

Gott schickt Abraham „in das Land Morija“. Später baut König Salomo genau dort den Tempel: „zu Jerusalem, auf dem Berge Morija“. Heute steht an dieser Stelle in Jerusalem der Felsendom auf dem Tempelberg.

Nicht weit davon, ausserhalb der damaligen Stadtmauer, wurde rund 2000 Jahre nach Abraham Jesus gekreuzigt. In derselben Gegend, in der Abraham hörte «Gott wird für das Lamm sorgen», starb das Lamm Gottes.

Für dich

Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für dich gegeben. Was bedeutet dir dieses Geschenk?

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